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Re: Ergebnisse Herren-Oberliga-Süd Saison 2003/04
TISCHTENNIS-OBERLIGA SÜD DER HERREN
FC Nordhalben nach Erfolg und Niederlage noch an Spitze
Mit je einem Sieg und einer Niederlage schloss am Wochenende der FC Nordhalben in der Tischtennis-Oberliga Süd seinen Koppelspieltag in Niederbayern ab. Während bei TuS Pfarrkirchen die zweite Saisonniederlage (5:9) registriert werden musste, wurde anschließend der TSV Bad Griesbach mit 9:6 aus den Angeln gehoben.
Die FC-Herren sind wegen eines mehr ausgetragenen Spieles noch Tabellenführer (19:7) vor dem heißen Meisterschaftskandidaten Pfarrkirchen (17:5) und dem ebenfalls zum Favoritenkreis zählenden TTV Neustadt/Aisch (17:7).
TuS Pfarrkirchen – FC Nordhalben 9:5. Mit dem gleichen Ergebnis wie Nordhalben in der Vorrunde erfolgreich war, musste nun der Kürzere gezogen werden. Es war aber nicht die Niederlage, sondern Vorkommnisse, die die Gäste noch lange negativ an dieses Match erinnern werden. Vor allem einige TuS-Spieler ließen in Anbetracht der Wichtigkeit dieser Spitzenpartie das Gefühl für Fairness völlig außer Acht und haben sich von einem teilweise unkundigen Publikum feiern lassen.
Der Grundstein für die Auswärtspleite war allerdings bereits schon nach den Eingangsdoppeln gelegt, als in allen drei Paarungen die Segel gestrichen werden mussten. Dass dies nicht hätte sein müssen, zeigt unter anderem, dass Lengerov und Vaverka schon mit 2:1 Sätzen führten, dann aber trotzdem im fünften Durchgang noch mit 10:12 scheiterten. Ähnliches gilt für die Formation Ulrich/Eberhardt, die im fünften Satz trotz Führung mit 7:11 scheiterte.
Die Pechsträhne mit den beiden 2:3-Satzniederlagen wurde aber in den folgenden beiden Einzeln ausgeglichen. Während nämlich Peter Vaverka nach einem 1:2-Satzrückstand noch mit 11:7 und 11:6 gegen Ludek Jenista auftrumpfte, behielt nach einer 2:1-Führung Trivon Lengerov gegen den ins vordere Paarkreuz aufgerückten Holger Riedl im Entscheidungssatz mit 11:8 die Oberhand.
Doch prompt folgte das fünfte 3:2 am Stück, wobei sich dabei der Pfarrkirchner Andreas Weikert gegen Patrick Ulrich bejubeln ließ. Reiner Kürschner konnte seinen Hinspielerfolg gegen Alfred Schwentner nicht wiederholen, so dass die Hausherren auf 5:2 erhöhten. Ausgeglichen war der Verlauf im hinteren Paarkreuz. Während Rolf Eberhardt nach drei Sätzen Roland Schilcher aufs Kreuz legte, hatte Friedel Tomaschko nach dem Gewinn des ersten Satzes gegen Daniel Miffek noch das Nachsehen.
Mit Beginn des zweiten Abschnitts folgten wieder zwei 3:2-Resultate. Lengerov musste dabei zunächst Jenista den Vortritt lassen und dann setzte sich in einem ebenso hart umkämpften Duell Vaverka gegen Riedl durch. Seine zweite Niederlage in einem Spiel – und dies seit langer Zeit wieder einmal – musste Kürschner quittieren. Der FC-Spielertainer hatte dabei besonders mit den engen Räumlichkeiten der Halle seine Probleme und bei Kantenbällen seines Gegenüber Weikert auch nicht das Glück auf seiner Seite. Mit einer beachtlichen Leistungssteigerung wartete Ulrich gegen Schwentner auf (12:10, 11:7, 11:4) und verkürzte aus Sicht seiner Mannschaft auf 5:8. Doch postwendend kam das Aus, denn Friedel Tomaschko konnte sich gegen Schilcher trotz einer erneuten Führung nicht behaupten (11:5, 8:11, 9:11, 5:11). – Ergebnisse: Riedl/Weikert – Kürschner/Tomaschko 3:1, Jenista/Schilcher – Lengerov/Vaverka 3:2, Schwentner/Miffek – Ulrich/Eberhardt 3:2, Jenista – Vaverka 2:3, Riedl – Lengerov 2:3, Weikert – Ulrich 3:2, Schwentner – Kürschner 3:1, Schilcher – Eberhardt 0:3, Miffek – Tomaschko 3:1, Jenista – Lengerov 3:2, Riedl – Vaverka 2:3, Weikert – Kürschner 3:1, Schwentner – Ulrich 0:3, Schilcher – Tomaschko 3:1.
TSV Bad Griesbach – FC Nordhalben 6:9. Durch die miese Doppelbilanz aus dem Spiel gegen Pfarrkirchen sah sich Spielertrainer Kürschner veranlasst, zu handeln. So wirkte er selbst nun an der Seite von Vaverka und siehe da, beide brachten dem Spitzenpaar des TSV die erste Saisonniederlage bei. Ausgezeichnet wirkten auch Lengerov und Ulrich zusammen, die ihren Kontrahenten noch nicht einmal einen Satzgewinn gönnten. Sogar das 3:0 wäre nun möglich gewesen, doch Wunder und Eberhardt, die schon mit 2:0 vorne lagen, schafften trotz eines 9:5- beziehungsweise 9:7-Vorsprungs im dritten und vierten Satz nicht den notwendigen dritten Punkt. Was folgte, war eine blamable Niederlage im fünften Durchgang.
Mit Beginn der Einzel konnte Bad Griesbach den 2:2-Ausgleich herbeiführen, da sich Vaverka gegen den Ungarn Tamas Kalmar für die Hinspielniederlage nicht revanchieren konnte. Besser machte es Lengerov, der die „erste Geige“ gegen Werner Vogel spielte. Mit dem gleichen knappen Ergebnis wie Patrick Ulrich sich in der Vorrunde gegen Miroslav Bultas durchsetzte, geriet er diesmal auf die „Verliererstraße“ (3:3-Zwischenstand).
Nur die beiden Einzelniederlagen von Pfarrkirchen schnell wegstecken, lautete die Devise bei Kürschner. Wenn auch knapp (11:13, 11:6, 11:5, 8:11, 11:6), so aber dennoch verdient, nahm er die Hürde Philipp Schmachtenberger, der in Nordhalben im hinteren Paarkreuz gleich zwei Mal erfolgreich gewesen war.
Nach dieser 4:3-Führung für die FC-Herren kamen schlechte Erinnerungen an das Hinspiel auf. Damals führte das Team aus der Klöppelgemeinde nämlich 8:5 und musste sich am Ende noch mit einem Remis begnügen. Was diesmal kam, waren nämlich erneut drei Siege für Bad Griesbach und damit deren 6:4-Führung. Von diesen Niederlagen (Eberhardt, Wunder, Lengerov) hatte vor allem Thomas Wunder die Möglichkeit, diese abzuwenden. Doch trotz zweier Matchbälle im Entscheidungssatz gegen Herwig Vogel, blieb er mit 14:16 auf der Strecke.
Aber die Frankenwälder resignierten nicht und zeigten Kampfmoral. Zunächst war es Vaverka, der gegen W. Vogel nach dem 6:11, 10:12, 11:5 im vierten Satz nach dem 2:6-Rückstand noch das Ruder herumriss (11:9, 11:3). Für den 6:6-Ausgleich sorgte Kürschner mit einem 14:12, 3:11, 12:10, 10:12 und 11:6 gegen den Tschechen Bultas.
Patrick Ulrich trumpfte gegen den 17-jährigen Philipp Schmachtenberger, unter anderem 11:1, auf und Thomas Wunder glänzte nach einigen Anfangsproblemen gegen Georg Graw (6:11, 11:5, 11:6, 11:3). Nach dieser plötzlichen 8:6-Führung für die Gäste war Rolf Eberhardt am Zug. Er wollte die zuvor eingeleitete Wende nicht abreißen lassen, wenngleich er sich gegen H. Vogel zunächst mit 7:11 die „Butter vom Brot“ nehmen ließ.
Doch dann war der amtierende oberfränkische Meister nicht mehr zu halten. 11:9, 11:6 und 11:7 lauteten seine folgenden Satzgewinne, was zugleich den 9:6-Auswärtssieg bedeute.
Am kommenden Wochenende pausiert der FC Nordhalben. Rund geht es wieder am Samstag, 14. Februar, in Schwabmünchen. Bereits einen Tag später, am Sonntag, 15. Februar, gastiert der FC Bayern München in der Nordwaldhalle (Beginn 14 Uhr).
Ergebnisse: Kalmar/W. Vogel – Vaverka/Kürschner 2.3, Bultas/Graw – Lengerov/Ulrich 0:3, Schmachtenberger/H. Vogel – Wunder/Eberhardt 3:2, Kalmar – Vaverka 3:1, W. Vogel – Lengerov 1:3, Bultas – Ulrich 3:2, Schmachtenberger – Kürschner 2:3, Graw – Eberhardt 3:1, Vogel – Wunder 3:2, Kalmar – Lengerov 3:0, W. Vogel – Vaverka 2:3, Bultas – Kürschner 2:3, Schmachtenberger – Ulrich 1:3, Graw – Wunder 1:3, H. Vogel – Eberhardt 1:3. hf
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