Hallo,
13 ist ein schwieriges Alter. Bevor ein Junge zugibt, dass er vielleicht nicht so gut spielt und seine Schwächen erkennt und versucht daran zu arbeiten, probiert er lieber mit seinem "Gepose" von seinem Spiel abzulenken und sein Verhalten in den Mittelpunkt zu rücken.
Gnaz renitente müssen bei mir auch mal ein Training aussetzen, das spreche ich mit den Eltern und mit dem Kind ab. Bei absoluten Härtefällen spreche ich mit dem Kind und den Eltern. Sie sollen sich zu Hause in Ruhe überlegen, ob das Kind wirklich TT spielen
möchte.
So jetzt zum Konstruktiven:
Kinder wollen immer spielen. Lass ihn erst einmal spielen, ohne ihn groß zu korrigieren. Erst der Spaß, dann das Lernen. Biete ihm einiges an (den anderen natürlich auch).
- spielen mit dem Ball-Roboter (sofern vorhanden). Erst einmal spielen lassen, auch wenn er die völlig falschen Schläge produziert. Er wird einen Weg finden, mit dem Robo zu "spielen". Wenn das klappt, dann langsam eingreifen und ihn unterstützen. Nicht in der Form "Den Schlag XY machst Du falsch. Deine Beine stehen verkehrt. Du musst.... usw." sondern eher in der Art "Ich habe da eine Idee...., noch besser kommen Deine Bälle, wenn..., das war schon richtig gut, wenn Du jetzt noch.... usw."
- Falls es eine Bewegung oder einen Schlag gibt, den er einigermaßen gut kann, hole ihn mal als Beispiel für die anderen Kids, damit er sein Erfolgserlebnis vorführen kann (aber bitte auch die anderen Kids nicht vergessen)
- Setze ihn mal als Zuspieler ein und deklariere ihn für diese Viertelstunde zum Trainer dieses Tisches (er soll natürlich nach Deinen Vorgaben zuspielen, aber auch "Titel" wirken manchmal Wunder

)
- Überlege Dir Übungen, bei denen selbst gebasteltes Material verwendet wird (Zielscheiben, Schießen auf Fotos von Spielern der ersten Mannschaft oder der Eltern

). Dazu muss man kein TT spielen können, aber durch das Mitbasteln, gehört er zum "Team" und hat etwas gemacht, dessen Ergebnis man sofort sieht.
-Lass die Kinder eigene Übungen vorschlagen. Egal wie unsinnig diese sein mögen, es sind die Ideen der Kids und sie werden diese spielen, wenn es ihre eigene Idee war (durch geschickte Einwürfe kann man eigene Übungen einbringen, und die Kids denken trotzdem, dass es ihr Vorschlag war

).
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