Zitat:
Zitat von Thiloho
@Plasmalight
Bei dem Beispiel zwischen Zhang Jike und dem Snookermensch sehe ich irgendwie den Unterschied nicht. Der eine gibt auf, weil er keinen Bock mehr hat. Der andere hat einmal keine Lust und gibt dann auf. Dann spielt er verletzt weiter. Ist für mich ziemlich gleich.
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Aber es ging eher darum: Bei dem Sullivan gehst du mal davon aus, dass er unverschuldet krank ist. Daher ist Arschlochsein dann Ok.
Bei Zhang Jike gehst du davon aus, dass er komplett gesund ist. Deshalb ist Arschlochsein nicht ok.
Bei beiden sind das aber nur Vermutungen. Niemand weiß ja ob zb die psychischen Probleme von den Drogen kommen oder eher anders herum.
Wenn man sich anschaut, wie chinesische Turnkinder geknechtet werden, kann man aber auch davon ausgehen, dass das nicht an allen spurlos vorrüber geht.
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Ich habe nicht gesagt, dass das Arschloch-Sein damit in Ordnung geht. Eher andersrum, dass man von Zhang Jike eher erwarten kann, dass der Sportsmann ist. Bei einem psychisch instabilen Menschen sind ja Probleme vorprogrammiert.
Wie das Beispiel mit der Spielaufgabe. Wenn Zhang Jike keine Lust auf TT hat, dann soll er eben nicht spielen bzw. gegenüber seinem Gegner nicht so respektlos sein und abschenken. Wie du richtig sagtest, ist Sullivan phasenweise depressiv. Deswegen ist das nur sehr schwer nachzuvollziehen, wie er sich fühlt, wenn man es nicht selbst einmal erlebt hat. Bzw. sein verhalten ist dann eher zu verstehen als das von Zhang Jike. Finde ich jedenfalls.
Dass man nicht weiß, woher die Probleme kommen, stimmt schon. Wenn der Vater wegen Mord im Knast sitzt und mehr oder weniger alleine aufwächst, wird man sicher auch um Drogen nicht umhin kommen. Das wird alles ineinander greifen.
Bei Zhang Jike könnte man ja auch sagen, dass er ein übersteigertes Selbstwertgefühl hat. Ist ja auch ein psychischer "Fehler". Nur kann man den eher positiv nutzen als Depressionen ^^