Besagter heute im Training: "Du kritisierst immer nur und lobst nie."
Naja, ich kann halt auch nur das bewerten, was mir angeboten wird.

Beim Einspielen ist die Technik schon "irgendwie". Es wird viel zu schnell gespielt, dementsprechend kommen die Fehler. Ich korrigiere, sage sie sollen langsamer spielen, bleibe beim Tisch und schaue obs besser geht. Und siehe da? Plötzlich wird in niedrigerem Tempo 10 oder 15x fehlerfrei mit einer guten Technik hin und her gespielt. Dass ich dann "sehr gut, genau so müsst ihr weiterspielen!" gesagt habe, überhörte der Bengel natürlich grosszügig.
Aber wie gesagt. Ich muss immer wieder bereits beim Einspielen Korrekturen vornehmen. Ansonsten verbrächten sie deutlich mehr Zeit mit dem Bällesammeln als mit dem Spielen. Naja, nach einem halben Jahr darf man wohl erwarten, dass das auch ohne mich als Zirkusdompteur mehr oder weniger klappt. Diesbezüglich bin ich als Trainer auch ein wenig machtlos, schliesslich sollte der Junge langsam selbst merken was verlangt ist und dass man halt ein wenig langsamer spielt, damit keine bzw. weniger Fehler passieren.
Ansonsten war die Trainingsleistung heute wieder mal schlecht; er nimmt mich wohl nicht ernst, wenn ich ihm was sage. Hab ihm heute erklärt, dass er sich überlegen soll, ob er wirklich richtig Tischtennis spielen
will. Ansonsten könne er auch zu Hause rumblödeln.
Die Herangehensweise von TT-Player finde ich gut. Wenn er selber dafür sorgen muss, dass jemand der Eltern das nächste Mal mitkommt, wird er sich zu Hause bereits erklären/rechtfertigen müssen. Aber, dass das dann beim nächsten Mal wieder vergessen ist, macht einen ein Stück weit unglaubwürdig. Ich werde ihm dann sagen: "Und wenn niemand deiner Eltern beim nächsten Mal dabei ist, werde
ich dafür sorgen."
Einfach nur mühsam...