Ich habe mich lange zurückgehalten udn nichts mehr zu Regeländerunge gepostet - jetzt ist es aber mal wieder an der Zeit...
Also:
1) 50 cm Ballhochwerfen gibt enorme Problem bei Anfängern, Kindern und älteren Erwachsenen (auch bei mir, und ich spiele immerhin Landesliga- hab's im Training schon mehrfach versucht). Die Anzahl der Fehlaufschläge steigt dramatisch, zudem werden viele "Gurken" eingeworfen, die der Gegner zum direkten Punkt nutzen kann. Dann wird der Vorteil "Aufschlag" für einige zum Nachteil. Das halte ich nicht für sinnvoll. Vor allem vor dem Hintergrund, dass man bereits jetzt den Ball 16 cm hochwerfen muss und dies deutlich vom Nicht-Hochwerfen zu unterscheiden ist. Also: Völliger Flop!
2) Einheitliches Spielsystem:
Prinzipiell begrüßenswert - aber wohl nicht so schnell und einfach umsetzbar, schon gar nicht bei Reduktion auf 4er Mannschaften. Statt 4 Herrenmannschaften hätten wir plötzlich 6 - wo sollen die denn alle spielen, wir spielen jetzt schon in zwei Hallen (16 Mannschaften insgesamt).
Und 4er Mannschaften lassen in meinen Augen keine Stimmung aukommen: 2 spielen, einer zählt und der vierte klebt frisch! Im Doppel gibt es keinen mehr der zählt. Einzig sinnvolle Möglichkeit: Man reduziert die Anzahl der Tische auf einen, so dass immer nur ein Spiel gleichzeitig läuft udn spielt nach Möglichkeit alle Spiele durch, also kein Spielabbruch bei x Punkten.
Damit wäre es möglich, zumindest eine recht genau planbare Zeit für jedes Spiel zu benötigen und alle Spieler kämen gleich häufig an die Reihe.
3) 44mm Bälle:
Dürfte nicht wirklich etwas bringen.
4) Wollte man das Spiel langsamer machen, bräuchte man einzig und alleine die Belagsdicke reduzieren - Problem gelöst. Da die meisten Spieler mit schnellen Belägen diese eh alle paar Monate wechselen, gäbe es auch kein finanzielles Fiasko wir bei den Bällen.
5) Ein weiterer wichtiger Schritt wäre in meinen Augen ein Verbot des Frischklebens. Dies würde zum einen das Spiel langsamer machen, zum zweiten wäre TT wieder "clean" und wir würden keine jugendlichen "Schnüffler" heranziehen. Zum dritten wären bei den Mannschaftsspielen die Spieler wieder in der Halle und könnten ihre Kameraden anfeuern, statt ihre Keulen für das nächste Gefecht zu kleben. Und viertens könnte niemand mehr sein verlorenes Spiel auf die falsch geklebte Keule schieben.
6) Die bisherigen Regeländerungen:
- Spiel bis 11: ok
- dickere Bälle: nahezu wirkungslos
- Aufschlagregel (zweimal): bringt in der Praxis nicht den gewünschten Erfolg, da nicht kontrolliert bzw. angewendet (und das nicht nur in der Kreisklasse!) Einzige Abhilfe: zu jedem Spiel einen Oberschiedsrichter schicken, aber die sind nicht gerade häufig. In fast allen Verbänden muss mit harten Bandagen gegen den Schiedsrichterschwund angekämpft werden.
7) Regeln werden dann anerkannt, wenn sie transparent und ihr Sinn für alle nachvollziehbar ist und die Mehrheit diese Regel für sinnvoll erachtet und damit Druck auf die Minderheit ausübt, diese Regel auch zu akzeptieren. Bei der 50cm-Regel sehe ich dies nicht als gegeben an, diese Regel wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit unterhalb der Oberliga ein Flop und für viel Unmut in den (Jugend)Abteilungen sorgen.
LUdo ergo sum