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Alt 15.07.2013, 13:19
User 17544 User 17544 ist offline
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AW: Regelwidrige Schlägermanipulationen...

Zitat:
Zitat von Ghosttalker Beitrag anzeigen
Ich tippe nicht, sondern weiß das die Version mit dem "thickest sponge" nur dazu dient um herauszufinden wie dick der Belag insgesamt mit dem dickesten Schwamm ist - mehr sagt diese "Regel" nicht aus.
und deshalb sollte dir diese von Herstellern verlangte Vorgabe, die dazu dient eine ITTF-Zulassung zu erlangen, sagen, dass diese Behauptung:

Zitat:
Dir ist aber schon bewusst, dass nur das Obergummi von der ITTF geprüft wird.
nicht (mehr?) richtig sein kann

Ferner könnte man, wenn dein Wissen zutrifft, davon ausgehen, dass nur die eingereichte Kombination von Obergummi und Schwamm eine Zulassung als Komplettbelag erhält und nicht nur das Obergummi, das mit einem beliebigen anderem Schwamm beklebt werden darf

Zitat:
Zitat von Ghosttalker Beitrag anzeigen
Beläge durfen mit Schwamm nämlich nur eine gewisse Maximaldicke besitzen - und dies soll dadurch ausgenommen werden.
Wofür letztendlich allerdings der Spieler verantwortlich ist. Wer maximal dicke Beläge spielt und dabei mit produktionsbedingten Schwackungen an einen unzuläßig dicken Belag gerät, der kann sich nun mal nicht damit herausreden, dass er ja einen von der ITTF zugelassenen Belag gekauft hat.

Zitat:
Zitat von Ghosttalker Beitrag anzeigen
Und Factory tuned und VOC - naja....
Das sogenannte factory tuning wird durch die ITTR B 4.2.2 genau wie jede andere Art von tuning untersagt. Da gibt es auch nichts dran zu deuteln.

VOC ist da eine ganz andere Baustelle. Für die Einhaltung der Grenzwerte ist allerdings ebenso letztendlich der Spieler verantwortlich. Das bei der industriellen Produktion ber Sandwichbeläge beim Verkleben des Obergummi mit dem Schwamm VOC-haltige Kleber benutzt werden ist bekannt. Deshalb wird ja auch empfohlen, dass neue Beläge, die nur noch mit VOC-freien Klebern auf das Holz geklebt werden dürfen, vor der Benutzung erst mal zwei Tage auslüften sollten und zusätzlich - um sicher zu gehen - die stets bei Schlägerkontrollen angebotenen freiwilligen Kontrollen nutzen sollte.

Tunen und boostern sind unerlaubte und unfaire Mittel um sich einen Vorteil zu verschaffen. Deshalb sind sie regelwiderig.

Schau dir an was momentan wieder in der Leichtathletikszene abgeht.

Beim Kampf um die 100stel Sekunden wird zu Doping gegriffen. Wer erwischt und überführt wird, wird gesperrt. Tunen und boostern ist genau so verboten wie doping und dient dem gleichen Zweck. Sich einen unfairen Vorteil zu verschaffen. Der gesundheitsgefährdende Aspekt, der beim doping nicht selten zum Nachteil der Sportler noch dazu kommt, ist ganz sicher unschön, aber nicht der Kern des Dopingverbots. Da geht es um Fairness und zu wahrende Chancengleichheit im Sport. Tunen oder boostern verstößt gegen dieses Prinzip genau so wie dopen. TT-Spieler haben lediglich den Vorteil, dass sie damit nicht ihre Gesundheit aufs Spiel setzen.

So lange z.B. die ITTR B 4.2.2 bestand hat muss sie auch aus genau diesen Gründen - Fairness und Chancengleichheit - von allen eingehalten werden und um das zu gewährleisten sind entsprechende Kontrollen unabdingbar. Letztendlich geht es auch im Spitzen-TT um die berühmten 10tel, 100stel oder gar nur 1000stel, die über Sieg oder Niederlage entscheiden.

Klar hat ML recht, wenn er sagt, dass es für jedermann logisch sein sollte, dass Spitzenspieler das beste Material brauchen und natürlich auch kriegen sollen! Solage es sich auf das selektieren nach Gewicht von zugelassenen Serienbelägen und darauf immer möglichst frische zugelassene Serienbeläge beschränkt, ist das völlig in Ordnung. Sobald Werkstuning, Eigentuning und Boostern dazukommt ist es nichts anderes als Doping. Dieses ganze Grauzonengeschwätz beim sogenannten Werkstuning ist was für Winkeladvokaten.

Wenn es Bemühungen geben würde tunen und boostern nachzuweisen und den Regeln entsprechend zu behandeln, würde dieses Geschwätz ganz schnell aufhören. Da würde ganz schnell deutlich, dass das sogenannte Werkstunen keine Grauzone laut ITTR B 4.2.2 ist, sondern schlicht weg unzulässig.

Zum Glück (oder doch leider?) interessiert sich die Öffentlichkeit nicht so für den Tischtennissport wie für die Leichtathletik oder den Radsport. Vielleicht interessiert sich ja mal das IOC für das Thema und kommt auf die Idee eigene, aufwendigere Schlägertest bei olympischen Spielen durchzuführen? Der TT-Sport hat sicher ein ganz großes Interesse daran olympische Sportart zu bleiben und würde sich dann mal vielleicht für die Bescheißereien in seinem Sport doch mal ein wenig mehr interesssieren. Das eingesetzte mini-rae ist offensichtlich, was tunen und boosten betrifft, untauglich und dem zur Folge Augenwischerei. Damit erwischte nur ein paar "arme Schweine" die sich keine Experten" auf dem Gebiet leisten können.

Geändert von User 17544 (15.07.2013 um 13:57 Uhr)
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