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Alt 12.02.2004, 16:46
wolfgang10 wolfgang10 ist offline
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Post Re: Welchen Schläger empfehlt ihr mir?

Der Ansatz von Chili Pfeffer ist richtig. Ich denke nicht, daß durch noch schnelleres Material der 1. Topspin härter und aggressiver ist.
Vorschlag: mit einem kooperativen und geduldigen Trainingspartner folgende ganz einfache Übung spielen: Du machst mit der Vorhand aus der VH-Ecke einen diagonalen Unterschnitt-Aufschlag, am besten zunächst ganz harmlos ohne Seitschnitt und schon lang. Nicht zu kurz, da sonst nur wenige Spieler mit gutem Unterschnitt antworten. Dein Trainingspartner hat die Aufgabe, diesen Aufschlag ganz normal mit seiner VH (sofern er Rechtshänder ist) diagonal Dir wieder in die VH zu schupfen. Du weißt jetzt natürlich, was für ein Ball kommt und spielst ganz normal einen VH Topspin, am besten diagonal. Danach freies Spiel oder der Trainingspartner fängt den Ball, so daß Du erneut den Aufschlag machen kannst.
Wie Du schilderst, ist Dein erster Topspin derzeit noch zu langsam und mit zu wenig Spin. Wenn Du die vorgeschlagene Übung etwa 10 Minuten oder auch nur 8 Minuten gemacht hast, dann kannst Du damit beginnen, den ersten = Eröffnungstopspin entweder hoch mit mehr Schnitt oder aber flach mit mehr Speed anzuziehen. Stelle Dich aber erst durch das Spielen langsamer Topspins auf diese Übung ein. Grundsatz: vom langsamen zum schnellen Spiel.
Übe das aggressive Anziehen von Stupfbällen aus dieser simplen Übung heraus über Wochen hinweg, wenn es denn sein muß mit verschiedenen Partnern. Diese sollen Dir aber die Bälle stets so zuspielen, daß Du sie einfach anziehen kannst. Erstes Ziel ist es, Deinen Eröffnungs-Topspin zu festigen und Dir die Möglichkeit zu geben, über Wochen hinweg sowohl am Spin als auch an der Geschwindigkeit dieses Schlages zu feilen.
Verpasse nicht den Zeitpunkt der Umstellung auf variables Spiel. Variationen dieser Übung:
1. Trainingspartner spielt nicht diagonal in Deine VH zurück, sondern auf Deine RH oder in die Tischmitte. Ziel: Erkennen wann RH-Antwort und wann Umlaufen des auf den Körper gespielten Returns nötig und möglich ist.
2. Dein Aufschlag wird nicht diagonal in die VH des Partners gespielt, sondern parallel in dessen RH. Ziel: Anziehen von RH-Schupfbällen, die parallel auf Deine VH kommen. Hier kannst Du auch variieren, ob Du den Eröffnungs-Topspin weiterhin wie oben geschildert auf die VH des Partners spielst oder aber parallel auf dessen RH.
3. Du spielst unregelmäßig Aufschläge diagonal in die VH und die RH, die der Partner jedes Mal mit einem Schupfball in Deine VH spielt. Du spielst zunächst nach Absprache mit dem Partner jeden seiner Schupfbälle dorthin, wo der Schupfball herkommt. Variation: Du ziehst stets in die Ecke, aus der der Schupfball nicht kommt.
4. Völlig offenes Spiel mit der einzigen Vorgabe, daß Du der Aufschläger bist, egal ob mit VH oder RH, der Trainingspartner darf zunächst nur zurückschupfen, so daß Du bei dieser Übung alle möglichen Schupfbälle sowohl auf die VH des Parnters als auch auf seine RH sowie auf den Körper bzw. den Ellenbogen spielst.
Wenn Du bei allen Übungen daran arbeitest, entweder Rotation oder Speed zu steigern, wird Dir das auch gelingen.
Du kannst auch absprechen, daß Du einen Schupfball hoch mit viel Spin anziehst und den nächsten dann flach mit Speed.
In allen Fällen sollte der Ballwechsel spätestens nach einer Einarbeitungszeit von zwei Wochen (das hängt von Deinem Trainingspensum ab, übe diese Übungen höchstens 45 Minuten pro Trainingsabend!) ganz zu Ende gespielt werden, d.h. Dein Trainingspartner darf / soll / muß entweder den Eröffnungstopspin blocken, gegenziehen, mit US-Abwehr beantworten oder abschießen oder was weiß ich. Weg vom Roboter-ähnlichen Spiel! So früh wie möglich die Übungen realitätsnah gestalten, denn Du bist kein Jugendspieler mehr sondern schon bei den Aktiven.
Jetzt viel Spaß und am Schluß die Aufforderung, Dir selbst solche Übungen auszudenken.
wolfgang10
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