Zitat:
Zitat von wsw
Mit Verlaub - da wäre auch eine Analogie zu Mord und Totschlag - ist auch gegen die Regeln und unter Umständen auch um sich einen Vorteil zu verschaffen.
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Sowohl Doping als auch Schlägermanipulationen zielen nicht darauf ab einer anderen Person einen körperlichen Schaden zuzufügen oder gar nach dem Leben zu trachten. Wie du siehst, schon wieder eine Analogie
Dann sei doch bitte mal so nett und zeige mal auf was für dich den großen Unterschied zwischen Doping und Schlägermanipulationen ausmacht.
Was genau ist beim Doping schlimmer/schäbiger/verwerflicher als bei Schlägermanipulationen?
Hier mal die entscheidenden Unterschiede aus meiner Sicht...
Dopende Sportler sind bereit ein nicht kalkulierbares gesundheitliches Risiko für den durch Doping zu erwartenden Vorteil in Kauf zu nehmen.
Gesundheitliche Risiken müssen bei einer Schlägermanipulation nicht in Kauf genommen werden.
Das Risiko erwischt zu werden ist beim Doping durchaus real vorhanden.
Das Risiko bei einer Schlägermanipulation erwischt zu werden geht gegen Null.
Die Konsequenzen wenn ein dopender Sportler erwischt wird sind einschneidender.
Selbst wenn mal ein TT-Spieler so "dämlich" ist, dass er bei den bekannten Schlägerkontrollen einen mit den bekannten Tests für unzulässig befundenen Schläger eingereicht hat, droht erst nach der vierten Beanstandung eine Sperre von einem Jahr und das auch nur auf internationaler Ebene. Für den Bereich des DTTB ist eine Sperre gar nicht vorgesehen.
Viel halbherziger kann man gegen Schlägermanipulationen, die dem gleichen Zweck - der persönlichen regelwidrigen Vorteilsnahme - dienen, kaum vorgehen.
Hier mal ein Zitat von Jan Ullrich:
"Fast jeder hat damals leistungssteigernde Substanzen genommen. Ich habe nichts genommen, was die anderen nicht auch genommen haben", sagte Ullrich: "Betrug fängt für mich dann an, wenn ich mir einen Vorteil verschaffe. Dem war nicht so. Ich wollte für Chancengleichheit sorgen."
Die auch für mich in gewisser Weise nachvollziehbare Sichtweise unter TT-Spielern, wird sich nicht wesentlich von der Sichtweise Jan Ullrichs unterscheiden