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Zitat von martinspin
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Ich finde das allseits beliebte "Allroundspiel" mit von allem ein bisschen schon etwas öde. Die Leute wollen halt gewinnen und spielen im Ernstfall nur noch ihre sichersten Schläge. - Aber macht das auch wirklich Spass? -. Ich selbst habe für mich festgestellt, dass ich einen Match klar verlieren kann, weil ich z.B. einen langsamen Ball mit viel Unterschnitt der auch noch eher kurz ist und von so einem Opa mit einem Tackiness D gespielt wird. Ich versuch's dabei acht Mal und es kommen nur 2 bis 3 Bälle von mir auf der gegenrischen Tischplatte an. So einen Match kann ich locker verlieren und es beisst mich kein bisschen. Ich weiss, dass ich das noch nicht beherrsche. Aber die Erfolgsrate steigt langsam aber kontinuierlich. Dann braucht es halt noch viel Maches gegan Opas und Schupfspieler. Irgenwann ist dann meine Quote bei 90% und dann wird's erst richtig geil. In der Zwischenzeit verliere ich halt. Muss mann können, sonst kann man nicht gewinne. Die Spezialisierung fördert halt auch noch andere Qualitäten. Man ist anfänglich viel abhängiger von der Tagesform, von der Spielweise des Gegners und von den äusseren Bedingungen. Man muss dann echt bescheiden werden, verlieren können, Geduld und Ausdauer lernen usw.
In diesem Sinne wünsche ich allen noch ein schönes Wochende
Gruss
"... und möge der Spin mit dir sein"
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Diese Aussagen kann ich irgendwie nicht nachvollziehen!
Was heisst Du findest ein "Allroundspiel" öde? Also die besten Spieler wie Samsonov, Boll, Waldner, Kong Linghui, ... sind Allrounder. Die haben keine ausgeprägte Schwäche und können gegen jedes Spielsystem bestehen. Extremspieler wie z.B. Eloi oder Kreanga versuchen ihr Spiel durchzuziehen, und wenn es nicht klappt, gehen sie ein wie eine Primel. Wenn ich dich richtig verstehe, ist das auch Deine Philosophie. Du versuchst im Match Bälle zu spielen, die Du (noch) nicht kannst. So wirst Du niemals irgendeine Art von Erfolg haben. Für so etwas ist das Training da, aber nicht ein ernsthaftes Match. Es besteht nämlich auch die Gefahr, dass Du dies als Ausrede für Niederlagen benutzt, so nach dem Motto "ich hab gegen den Opa eben etwas ausprobiert und nur deswegen verloren"! Abgesehen davon, stell Dir mal vor Dein Gegener verfolgt das gleiche Prinzip. Dann ist es vorprogrammiert, dass absolut kein Ballwechsel zustande kommt, und das ist für mich das langweiligste Tischtennis, das ich mir vorstellen kann. Bei uns gibt's z. B. auch einen im Verein, der versucht jeden Aufschlag von mir anzugreifen. Sorry, aber da hab ich schon gleich gar keine Lust mehr zu spielen, da ich dann sowieso gewinne, es aber die ganze Zeit keinen guten Ballwechsel gegeben hat. Vielleicht hab ich dich ja falsch verstanden, aber das kann's meiner Meinung nach nicht sein.
Wo ich Dir rechtgebe ist die Sache mit dem Sicherheitsspiel, das ich im Match oftmals auch fabriziere, aber nicht um zu gewinnen sondern leider aus Angst vor dem Verlieren. Das ist aber eine rein psycholgische Angelegenheit und hat nichts mit der Spielphilosohie zu tun, die ich so vom Tischtennis habe.
Gruss,
JanMove
P.S.: Spielst Du am Wochenende bei der Züri-Open mit?