|
AW: Xiom Omega V Tour
nach ca. 5 Wochen Training mit dem Omega V Tour, hier meine Eindrücke:
Allgemein:
der Schwamm spielt sich hart, vergleichbar mir dem Sigma pro, auch wenn die Spieleigenschaften durchaus unterschiedlich sind.
Das Obergummi macht einen sehr hochwertigen Eindruck und ermöglicht sehr gute Spineigenschaften, mediumhart.
Der Belag hat insgesamt einen hohen Ballabsprung, höher als der Sigma pro, etwa analog zum Omega IV pro oder Palio Blitz, und ist wirklich sehr schnell.
Dies liegt sowohl am Schwamm als auch am etwas höheren Katapult.
Generell gilt für alle Schläge, dass der Belag aktiv gespielt werden will, fehlerverzeihend ist er keineswegs.
Konter/Block:
Hier muss man im Vergleich zu den oben erwähnten Belägen mehr gegen und auch etwas mehr über den Ball gehen.
Harte und schnelle Blocks wie auch aggressives Konterspiel sind dann nach einiger Eingewöhnungszeit sehr gut spielbar.
Kurze Blocks sind schwierig, aber auch möglich, allerdings ist hier ein wirklich höheres Ballgefühl und sehr gutes Timing erforderlich (für mich schwierig).
Im Passivspiel ist der Belag sehr spinanfällig, d. h. wenn man minimal zu weit aufmacht oder nur hinhält existiert keine Toleranz.
Topspin:
Paradedisziplin. Sowohl Topspins auf Unterschnitt als auch auf offene Bälle sind sehr gut und kontrolliert spielbar. Schnelle, harte Tops mit mehr oder weniger Spin können nach ein oder zwei Trainings sicher gezogen werden.
Langsame, weiche Tops sind etwas schwieriger, bedingt durch das hohe Grundtempo und den Schwamm, aber mit etwas Technik keine Risikoschläge.
Hier gilt es tatsächlich. sich auf den Belag einzustellen, was mir zwar nicht sofort, aber irgendwann doch ganz gut gelungen ist.
Spinentwicklung:
sehr gut. Mit dem Sigma hatte ich durchgängig Schwierigkeiten, viel Spin zu erzeugen. Der V Tour ist hier bei mindestens gleichem Tempo viel gefährlicher.
Auf der gegnerischen Tischhälfte tauchen die Bälle zwar nicht ganz so schnell tief ab, wie z. B. beim IV pro, aber durch das wesentlich höhere Tempo ist dieser Effekt mehr als kompensiert.
Schuss:
gut und extrem tödlich, wenn man sich eingeschossen hat. Sehr schnell und hart.
Schupf/Kurz-Kurz:
Ebenfalls erst etwas gewöhnungsbedürftig, aber nach etwas Rumprobieren und Winkeleinstellen kann man auch ausreichend US erzeugen und recht kurz und flach ablegen.
Aufschlag/Rückschlag:
Hierbei hatte ich die größten bzw. längsten Anpassungsschwierigkeiten.
Kurze und schnittige Aufschläge sind mir erst nach ca. 3-4 Wochen annähernd gut gelungen. Hier ist der Katapult und der hohe Speed des Belags für mich anfangs sehr hinderlich gewesen. Lange Aufschläge und auch halblange sind gefährlich, aber z. B. mit dem Blitz oder auch Omega IV pro einfacher und etwas platzierter zu spielen.
Für alle Aufschläge muss ich mehr Handgelenk einsetzen.
Beim Rückschlag gilt dasselbe wie oben bereits erwähnt: man muss aktiver und direkter in den Ball gehen, da der Belag/das Obergummi ansonsten zu schnittempfindlich reagiert.
Fazit (aus meiner subjektiven Erfahrung):
Der Omega V Tour ist tempomässig eine Granate. Dabei lässt sich auch sehr viel Spin erzeugen, was gerade in Kombination einem offensiven Aggro-Schellenzieher sehr zu Gute kommt.
Der Preis für den starken Spin ist dabei die eigene Schnittempfänglichkeit
Der Belag fordert zumindest eine halbwegs durchgängig ausgereifte Technik bei allen Offensivaktionen. Schlechtes Stellungsspiel, halbherzige Beinarbeit und technische Halbwahrheiten werden meist direkt bestraft.
Insgesamt ein Top-Angriffsbelag mit einer heftigen Durchschlagskraft am Tisch und auch aus der HD.
Gruß
Zockel
|