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Alt 05.04.2001, 23:48
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Matthias Landfried
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@Marek, Scheibinho und alle die es sonst noch interessiert:

"Gediegene" Klebemethode

z.B. für Leute die einen Belag ein bischen spinfreudiger und schneller machen wollen oder für Leute, die zum ersten Mal kleben und sich langsam an den Frischklebe-Effekt gewöhnen wollen und dann später steigern wollen oder für Leute deren Belag am Ende ist und sie ihn so nochmal kurz bevor er "über den Jordan geht" etwas hochzüchten wollen.

Man streicht erst das Holz dünn ein weil der Kleber dort nicht so einziehen kann wie auf dem Belag und etwas länger benötigt bis er trocken wird. Dann einfach den Belag mit mit gleichmäßigen Linien einstreichen.
Auf dem Holz darf man nachher keine feuchten Klebestellen mehr sehen, gegebenenfalls fächern oder anpusten, der Belag darf sich nicht mehr feucht anfühlen, sondern beim Berühren mit den Fingerkuppen muß es sich klebrig anfühlen.
Der Belag wird bei dieser Klebemethode kaum einen Bauch machen sondern ziemlich flach liegen bleiben.
Dann einfach Belag aufs Holz, mit sanftem Druck glatt walzen, fertig.

Die "Power"-Klebemethode

Für geübte Kleber (Spieler), die Spin und Power ohne Ende wollen.

Breiten Pinsel (z.B. bei den Dosen von Stiga und Butterfly) einmal tief eintauchen, dann eine fette Schicht auf den Belag und diesmal nicht mit gleichmäßigen Linien einstreichen, sondern den Kleber richtig mit kreisenden Bewegungen und sanftem Druck in den Schwamm einarbeiten.
Danach eine dünne Schicht aufs Holz, wenn man damit fertig ist, dann nochmal eine fette Schicht auf den Belag, wieder richtig einarbeiten, dann sauber mit dem Pinsel abziehen damit alles schön gleichmäßig ist.
Der Belag wird einen deutlichen Bauch machen, d.h. daß er mit der Schwammseite nach oben auf dem Tisch liegt und die Belagränder auf dem Tisch bleiben aber sich die Belagmitte anhebt.
Belag wieder aufs Holz wenn der Kleberzustand auf Holz und Belag so ist wie oben bei der "gediegenen" Variante beschrieben.


"Naßklebe"-Methode

Ebenfalls für die erfahrenen Kleber (Spieler). Daheim vor dem Training machen!

Holz einstreichen, Belag einstreichen, zack, gleich drauflegen, entweder Buch drauflegen zum Beschweren, dann saugt sich der Schwamm voll mit dem Kleber, oder aber den Schläger gleich in die Schlägerhülle rein (ich spanne ihn dann immer zwischen zwei Ersatzschläger, dann gibts auch Druck auf die Beläge) und dann zur Halle fahren.
Entweder es spielt sich jetzt schon gut, wenn nicht - oder für die wo noch mehr Power und Spin wollen - dann in der Halle nochmal Beläge runterziehen. Das Holz nochmal dünn einstreichen. Die Beläge werden schon einen heftigen Bauch machen, jetzt nochmal eine Schicht drüberkleben, die Beläge werden einen brutalen Bauch machen, und sobald der Kleber angezogen ist, d.h. sich nicht mehr feucht sondern klebrig anfühlt (das Holz muß wieder komplett trocken sein), dann Beläge aufkleben. Vorsicht: nicht mit der Belagwalze von Griff zu Schlägerspitze walzen, da sich die Beläge durch die heftige Klebemethode ziemlich ausgedehnt haben und sonst überstehen werden was zu Vibrationen führen kann. Einfach Belag auflegen und dann ganz behutsam quer zum Griff mit der Walze andrücken, Druck ist nicht nötig.


Jeder hat natürlich sein eigenes Kleberitual, aber ich denke daß die drei Methoden wirklich sind, ich habe schon ein paar Leute hier aus dem Forum bei mir im Training gehabt (Shiraz, Rigornd, Markus Graph, .... ) und die durften sich von maximalem Frischklebe-Effekt und Sound überzeugen. Bevor die Frage nach dem Material kommt, ich spiele komplett mit STIGA (ist klar als STIGA-Trainer), Holz Offensiv Classic, VH Mendo Energy 2.0, RH Chop&Drive 1.8 (der RH Belag ist ein bischen exotisch zum Kleben ). Ich spiele mit dem Gedanken im Sommer auf VH Innova und RH Innova Light umzusteigen, aber da muß ich noch ein bischen intensiver testen.

Jedenfalls hoffe ich, Euch mit meinen Tips geholfen zu haben.

@Scheibinho: Du benötigst normal für einen härteren Belag mehr Kleber als für einen weichen. Während der weiche Belag schon bei Klebemethode 1 einen guten Frischklebeeffekt hat, muß man einen härteren Belag eben erst weich kleben, das erreichst Du mit Methode 2 oder 3.
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