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Alt 20.02.2004, 17:08
Noppenklopper Noppenklopper ist offline
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Re: Eine kleine Geschichte aus dem Leben eines Oberschiedsrichters

Zitat:
Zitat von Pinguin
Besser Anfangs- und eventuelle spätere Zusatzkontrollen als überhaupt keine Schlägerkontrollen.

Lichtverhältnisse: in der Regel sind diese ausreichend (in den Klassen wo OSRs eingesetzt sind), ein Luxmeter hat sowieso nur der DTTB-SR in der Tasche (bis hoch zur 2. BuLi gibt es nur "ausreichend" und "nicht ausreichend")

Zur Weigerung des Spielers: wie soll der OSR sonst reagieren wenn der Spieler nicht auf seine Aufforderung eingeht? In keinem anderen Sport können Spieler die Anordnung des OSRs ignorieren (sofern diese rechtmäßig ist) ohne bestraft zu werden.
Ich muss Pinguin leider widersprechen, was den Punkt "Lichtverhältnisse" angeht.
Der SR kann nur dann über "ausreichend" (2. BL=600 Lux) entscheiden, wenn er einen Luxmesser hat. (Ich weiß, dass ich vermutlich einer der wenigen VSR bin, die einen haben.) Spätestens wenn sich einer beschwert, muss ich doch die Möglichkeit haben, ihm zu beweisen, dass er sich irrt. Ich war z. B. zu Beginn der Hinrunde in XXX (2. BL Damen Süd - Ort sage ich nicht, damit nicht irgendeiner was auf den Deckel kriegt). Mal davon abgesehen, dass die Beleuchtung selbst über dem einzelnen Tisch unregelmäßig war, war es in der Halle mit Sicherheit zu dunkel. Da ich nicht als SR da war, hatte ich natürlich keinen Luxmesser dabei. Aus Erfahrung bezweifle ich aber mal die 600 Lux. Da der OSR offenbar auch keinen Luxmesser dabei hatte (Originalzitat: "Das reicht bestimmt."), hat er einfach Kreuz bei "ausreichend" gemacht. Ich stelle mir seitdem die Frage, was er im Falle eines Protestes gemacht hätte.

Zur Frage, was der OSR machen kann, wenn der Spieler ohne Abhilfe mit dem Schläger spielt:
Es ist aus meiner Sicht unschädlich, ihn spielen zu lassen und es nur auf dem OSR-Bericht zu vermerken. Dann werden seine Spiele halt als verloren gewertet und er ist selber schuld (vielleicht hätte er ja auch mit regulärem Schläger gewonnen).
Ein SR-Kollege von mir (mittlerweile ISR) hatte den Fall mal in der 1. BL Damen. Das war noch zu der (un-)seligen Zeit, als der DTTB eine eigene Belagszulassung hatte. Es trat auf eine chinesische Spielerin, die mit einem Belag spielte, der zwar international, aber nicht national, zugelassen war. Trotz seinem Hinweis, dass ihre Spiele verloren gewertet würden, wenn sie mit dem Schläger spiele, hat sie gespielt. Er hat das Spiel wie gespielt aufgeschrieben und den irregulären Schläger vermerkt. Ergebnis: Das eigentlich gewonnene Mannschaftsspiel wurde mit (ich glaube) 3:5 verloren gewertet (war eigentlich 6:2 gewonnen).
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