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Re: beläge für ein returnbrett
An alle Return-Brett-Bauer !
Liebe Leute,
auch ich habe bereits ein Return-Brett gebaut, gedacht allerdings für die ausschließliche Verwendung zum Aufschlagtraining. Der von mir verwendete Gummibelag ist nach meiner Erfahrung einfacher, billiger, leichter zu vearbeiten und vor allem : besser ! als alles, was sich in den Tips zu diesem Thema ausdrückt. Deshalb freue ich mich, meine Erfahrung teilen zu können.
Darf ich zunächst anmerken, dass Aufschlagtraining aus meiner Sicht (fast)der einzige sinnvolle Einsatz eines Return-Brettes ist. Zum Erkennen des Schnittes, welches man dem Ball gegeben hat, ist es sehr gut geeignet. Ähnlich wie ein Spiegel oder Video sehr gute Tools zum Techniktraining sind - die den unschlagbaren Vorteil haben, dass sie nicht "lügen" -, vermittelt das Return-Brett eine direkte Information über die Ballrotation, welche ebenfalls nicht "lügt".
Der Gummibelag hat eine Hauptforderung zu erfüllen, nämlich die, griffig und elastisch zu sein. Das ist wirklich die Kernanforderung, kein Zweifel. Überdies soll die Gummioberfläche gleichmäßig sein, also an jedem Punkt gleiche Eigenschaften aufweisen. Sie darf nicht links griffiger sein als rechts oder andere Unterschiede aufweisen. Natürlich muß sie eben sein. Und eine letzte, aber nicht unwichtige Anforderung ist eine ausreichende Größe. Das erste Brett für Aufschlagtraining, welches ich hergestellt habe,war etwa DIN A3 groß, und ich mußte feststellen daß ich damit überhaupt nicht zufrieden war. A3 klingt riesig, aber es ist erstaunlich, wieviele Aufschläge selbst an diesem Brett noch "vorbeigesemmelt" werden. Die Höhe ist ok, aber die Breite reicht nicht.
Zusammenfassend möchte ich festhalten, das Returnbrett muß sein :
xxx elastisch
xxx griffig
xxx gleichmäßig
xxx groß genug, etwa 30 mal 70 cm, mehr kann nicht schaden.
Die Lösung mit zurechtgeschnittenen Belägen weist m.E. deutliche Nachteile auf :
1. Es gibt zwangsläufig Trennlinien, wo ein Belag an den nächsten grenzt. Auch bei sorgfältigem Zuschnitt sind Bälle, die gerade die Grenze treffen, unglücklich. Das gilt insbesondere dann, wenn die Beläge unterschiedlich dick sind, was man schwerlich vermeiden kann.
2. Die Gleichmäßigkeit der Eigenschaften ist nicht gegeben, denn je nachdem, wo der Belag auftrifft, trifft er auf einen anderen Belag.
3. Will man eine große Fläche bestücken, dann ist das (pardon) oberschweineteuer, Alternativ verwendet man geschenkte Alt-Beläge, hat dann aber umsomehr ungleichmäßige Eigenschaften.
Aufgrund dieser Überlegungen empfehle ich eine Belegung mit Vollkautschuk in etwa 1 oder 2 mm Stärke. Ich meine, das hat folgende Vorteile :
1. Das Material ist elastisch und griffig.
2. Das Material ist relativ haltbar.
3. Das Material ist gleichmäßig und homogen. es gibt keine Schnittkanten in der Fläche.
4. Das Material ist billig.
Die Gleichmäßigkeit und der günstige Preis resultieren aus der Tatsache, dass das Material als Meterware von der Rolle bezogen werden kann, die Breite ist üblicherweise nicht unter 1 Meter. Die Farbe ist oft bräunlich bis dunkelocker. Ein ähnliches Material wird übrigens manchmal für sog. Matratzenplatten verwendet, Eingeweihte wissen, wozu die gut sind.
Ein solcher Volkautschukbelag auf einem Returnbrett gibt perfekte Eigenschaften. Keine Schnittkanten, keine Dickenunterschiede, beliebig große Fläche, leicht erneuerbar, unschlagbar preiswert.
Wo bekommt man diesen Kautschuk ? Dazu muß man in den yellow pages, in Google oder sonstwo nach dem nächsten Lieferanten für technische Gummiartikel forschen.
Eine technische Herausforderung ist noch das Verkleben des Gmmibelages mit der Trägerplatte. Nicht jeder Kleber haftet auf Kautschuk. Damit es spannend bleibt, will ich hier keine Lösung anführen, das bleibt dem Leser als Übungsaufgabe überlassen...
Jedenfalls ist die aufgezeigte Lösung hundertfach besser als jede "Bastelei" mit üblichen Belägen.
Ich hoffe die Hinweise sind sachdienlich und freue mich über Rückmeldung.
Alles Gute,
SuperSriver
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