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Zitat von Speedy-Spin
übrigens hat es auch um feng diese diskussion gegeben.
darf eine chinesin, die es in der heimat nicht geschafft hat, für singapur antreten?
nun ja, wie man sah, scheinen die menschen von singapur damit weniger ein
problem zu haben. jedenfalls hat es keinen slogan "für chinesinnen klatschen wir nicht" gegeben.
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Doch, den gab es durchaus. In Umfragen zeigt sich die Mehrheit von Singapur-Bürgern ausdrücklich NICHT stolz auf die Erfolge ihrer Tischtennisdamen - Beispiel hier:
http://therealsingapore.com/content/...is-achievement
Aber speziell das Olympia-Silber 2008 war absolut historisch, da es sich um die erste Medaille für Singapur nach 48 Jahren handelte. Fengs Bronze 2012 war die erste Einzelmedaille nach 52 Jahren. Als diese Medaillen eingefahren waren, wurde aber gleich angekündigt, sich in Zukunft mehr um Entwicklung des eigenen Nachwuchs zu kümmern und nicht mehr komplette Mannschaften einzukaufen (Li Jiawei und Wang Yuegu sind ja mittlerweile schon zurückgetreten). Im kleinen Singapur ist das allerdings nicht leicht, etwa im Vergleich zu Deutschland.
Zitat:
Zitat von Chirurg
Ich finde die ITTF Regelung nicht so gut, weil sie eben fremdenfeindliche Tendenzen auf den Plan ruft. Ich fände eine zusätzliche Quote, die jüngere Spieler begünstigt, besser. Jedes Land hätte dann das Recht eine gewisse Zahl an U-23 Spielern zu nominieren. Dann kann man sehen, wie die sich bei internationalen Meisterschaften durchschlagen. Dann könnte auch eine Sabine Winter spielen, obwohl sie sich z.Z. um Weltranglistenposition 100 aufhält.
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Wenn sich einfach alle an die (2008 vom DTTB unterstützte und fast einstimmig beschlossene) ITTF-Regelung halten würden, gäbe es doch diese Debatte heute gar nicht mehr. Aber der DTTB hat bei der ETTU darauf gedrängt, dass Spieler wie Han und Shan spielberechtigt sind, und gleiches sogar bei der ITTF versucht. Warum eigentlich? War das nötig? Andere Verbände gehen bewusst einen anderen Weg - siehe die Aussagen der Rumänen und Weissrussen, die einhellig den Kopf schütteln und negative Konsequenzen für das europäische Tischtennis sehen. (Habe ich im anderen Thread zur "Offensive chinesisch" zitiert.)
Und die ITTF-Regelung hat ja bewusst eine Altersklausel eingebaut, so dass junge Spieler eben durchaus noch wechseln können, aber nach 21 es halt zu spät ist. Das hat nichts mit "Herkunft" und erst recht nicht "Rasse" zu tun, sondern mit Lebensweg, Karriereentwicklung, und vor allem: Nachwuchsarbeit.
Noch mal die Frage: warum verurteilt und unterminiert Weikerts DTTB 2013 die Entwicklungspolitik der ITTF? Zumal der EM-Erfolg angeblich keinerlei Bedeutung für die Förderungsmittel hat - wird wirklich alles schon auf Olympia 2016 mit Han und Shan ausgerichtet? Ist eine Olympia-Teilnahme ein unter allen Umständen zu schützendes (oder einklagbares) "Menschenrecht"?