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Alt 14.10.2013, 08:17
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AW: TT-Europameisterschaft 2013 in Schwechat (4. bis 13. Oktober 2013)

Zitat:
Zitat von beinlich Beitrag anzeigen
Hat man(n) sich den Mitte der 80er auch so echauffiert als Olga Nemes für Deutschland spielte?
Ich kann mich nicht entsinnen das dem so gewesen wäre, aber zu der Zeit gab es auch noch kein www Forum.
...
Soviel zur offenen, und globalen Kultur unserer Tage.
Es geht aber weder um normale Migration, noch um eine global offene Welt, sondern es geht um die Dominanz der Chinesen im Welttischtennis. Diese Dominanz führt dazu, dass, wenn ich eine Zahl aus der Zeitschrift Tischtennis richtig im Kopf habe, 75% der Damen unter den Top 100 gebürtige Chinesinnen sind. Man leistet dort offensichtlich eine gute Arbeit, das ist nicht zu verdammen. Diese Dominanz führt dazu, dass gute Tischtennisspielerinnen und Spieler aus China in Europa (und weltweit) eine Arbeit finden. Das sei Ihnen in dieser globalen Welt gegönnt. Dass diese Spielerinnen und Spieler nach Jahren in Spanien, Deutschland, Holland oder Schweden eine neue Heimat finden, eine Familie gründen, Kinder haben, einen Baum pflanzen und Tischtennis spielen, sei ihnen von Herzen gegönnt!

So lange sich diese Dominanz der Chinesen auch in Europa einigermaßen im Rahmen gehalten hat, gab es aus meiner persönlichen Sicht gar kein Problem. Aber wenn ein in Europa führender Tischtennisverband mit überwiegend gebürtigen Chinesinnen Europameister wird und das Damen VF einer EM aus fast 90% gebürtigen Chinesinnen besteht, kann man doch mal einen Moment inne halten und sich fragen, ob der Dampfer in die richtige Richtung fährt.

Es freut mich ja, dass es so viele weltoffene Tischtennisspieler gibt, die hier alles Dufte finden. Wie hier viele betonen ist auch aus meiner Sicht den Chinesinnen und Chinesen kein Vorwurf zu machen und sie für deutschen Erfolg zu bashen fraglos völlig daneben!

Allerdings käme ich mir als Rumäne auch verarscht vor, wenn einer der stärksten und erfolgreichsten Tischtennisverbände der Welt aus einem der wirtschaftsstärksten Nationen mal kurzfristig seine Politik über den Haufen wirft, die sie noch vor kurzem selbst verurteilt hat.

Ich habe den Rumäninnen nicht die Daumen gedrückt, wie komm ich denn dazu? Aber beim Blick auf den Medaillenspiegel beim größten DTTB-Erfolg in der EM-Geschichte mischt sich neben Freude auch ein gewisses Magengrummeln. Und ich bin der Meinung, dass die Verantwortlichen des DTTB dieses Magengrummeln auch haben sollten. Das ist jetzt in erster Linie gar nicht als Vorwurf gemeint, sondern als Aufforderung, sich mit einer sinnvollen Strategie des DTTB und ETTU für die Zukunft auseinander zu setzen.
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Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel.
Bertrand Russell
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