Für alle die keine Lust auf einen längeren Text haben, steht unten ein Fazit
Kurze Vorgeschichte:
Also, mich hat vor knapp einem Monat nach 4jähriger TT-Abstinenz wieder das TT-Fieber gepackt und da meine Technik an sich relativ gut ist (ja das trau ich mich trotz stinkendem Eigenlob zu sagen), ist mein Primärziel momentan wieder die nötige Sicherheit in den Schlägen zu bekommen, die Schlagtechnik in Hinsicht auf möglichst kurze Schlagbewegungen/Spin- und Tempovariation zu verfeinern und nebenbei Beinarbeit zu trainieren. Und da ich momentan deutlich häufiger trainieren möchte, als bei meinem Verein derzeit an Trainingsmöglichkeiten bestehen, habe ich mir dieses Wochenende mal das Returnbrett geschnappt, dass bei uns rumliegt...
...und ich muss sagen, dass es sehr wohl nicht nur zum Aufschlagtraining geeignet ist. Ich konnte an dem Tag zB. deutlich die Sicherheit in meinem Rückhandtopspin steigern. Ich denke dass ist auch neben dem Anzeigen des Spins im Aufschlag ein guter Verwendungszweck, eben das Präzisieren von Topspinbewegungen und deren Sicherheit schulen. Das Returnbrett erlaubt bei richtig eingestelltem Neigungswinkel sogar die Variation zwischen härteren Topspins und sanfteren, spinreicheren Topspins.
Natürlich sollte man nicht erwarten, damit immer über über 10 Schläge am Stück zu schaffen, aber für selbiges bräuchte man auch schon einen sehr guten Blocker. Im Durchschnitt waren die "Ballwechsel" 3-5 Schläge lang, manchmal auch bis zu 10...und damit war ich zufrieden. Denn wenn mit der Zeit fast alle Topspins ankamen und die Schlagfolge nur aufgrund des Returnbretts endete, dann wusste ich wenigstens, dass meine Sicherheit langsam stieg...mehr wollte ich damit nicht erreichen.
Sicherlich kann man das Training mit dem Returnbrett nicht mit dem mit einem richtigen Trainingspartner vergleichen, aber wenn man zB sehr ehrgeizig ist und an seinen Topspins/Aufschlägen arbeiten möchte, ist es in meinen Augen eine sinnvolle Ergänzung. Ich persönlich finde das Spiel mit dem Returnbrett besser, weil abwechslungsreicher als mit einem TT-Roboter, ausser man möchte eben Topspin auf US oder ganz andere Schläge trainieren.
Nachteil des Returnbretts: Man weiss immer wohin der nächste Ball zurückkommt und kann damit zB Antizipation sicherlich nicht trainieren. Doch dass erlangt man auch nicht mit einem Roboter oder mit einer stupiden vorgeplanten Trainingsübung ohne Variation.
Fazit:
(Zumindestens für mich) ist das Returnbrett eine gute Ergänzung, um seine Schlagsicherheit und -technik zu verbessern. Man kann auch trainieren nach den Schlägen wieder schneller auf den nächsten vorbereitet zu sein, da das Returnbrett eben umso schneller zurückspielt umso härter man selbst schlägt. Dadurch ist man gezwungen keine unnötig langen Schlagbewegungen zu machen und schult seine Reaktionsfähigkeit. Beinarbeit kann man auch trainieren, wenn man nicht nur parallel spielt sondern Einfallswinkel/Ausfallswinkel mit einbezieht und sich zum arbeiten zwingt und auch mit einbaut, dass man die Rückhandseite umläuft.
Einen Trainingspartner kann das ganze natürlich nicht ersetzen, aber das soll es auch nicht. Mir zB gibt es die Möglichkeit häufiger zu trainieren, als bei uns angeboten wird und ich einen ebenso ehrgeizigen Trainingspartner finde. Nachteil ist wie gesagt, dass man immer weiß wohin der Ball zurückspringt.
Übrigens empfiehlt es sich auf beim Returnbrett einen Balleimer einzusetzen um eben nicht immer nach 2-3 Schläger aufsammeln zu müssen.
@Keyzer Soze
beginnen muss man mit einem Topspin direkt auf die andere Tischhälfte, eben wie einen normalen Topspin, nur aus der Hand. Spin und Tempo sollten in etwa dem Topspin den man dann trainieren will entsprechen, damit der Neigungswinkel des Returnbretts dazu passt.
@Returnbrettbauer:
2 Reihen zu je 10 Belägen sollten eigentlich vollkommen ausreichen. Für meine Zwecke hätten mehr Reihen nichts gebracht, denn so hoch trifft man das Returnbrett eh nicht beim Topspin. Am unteren Ende kann man ja ca. 5 cm frei lassen, denn ein Ball der dort unten auftrifft kommt normal eh nicht zurück. Und günstige Chinabeläge bekommt man für ca. 3-5 Euro. Es gab auch den Hinweis auf Naturkautschuk den man als Meterware kaufen kann.