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AW: Unterschnitt-Aufschlag mal mit mal ohne Schnitt
Hier mal, was ich mache. Ich halte meinen Schläger parallel zum Boden, also das SChlägerblatt schaut nach oben. Das Handgelenk ist nach unten (bzw. besser gesagt in Richtung des Tischtes hin) gebeugt und beim Aufschlag "strecke" ich das Handgelenk durch. Der Ellbogen ist dabei auf ca. Schulterhöhe. Der Unterarm unterstützt dabei diese Drehbewegung.
D.h. ich treffe den Ball und bin vollkommen unter dem Ball mit meinem Schläger. Wenn ich den Ball sehr früh treffe, geht die Drehbewegung noch stark nach vorne, weshalb sehr viel US reingekommt und der Ball dabei kurz wird. Treffe ich etwas später, so geht die gesamte Bewegung in die Seite, weshalb sich der Ball seitlich dreht. Da ich aber mit dem Belag unter dem Ball bin, ist es nicht so wie ein normaler seitenschnitt (z.B.: wie ein Seitenschnitt beim Wischer bei Rückhandaufschlag wo ich mit Hand von links nach rechts ziehe). D.h. da keine Bewegung nach vorne dabei ist sondern nur seitlich, kriegt der Ball keinen US. Da ich aber den Belag vollkommen unter dem Ball habe und genau bei dem Aufschlag davor US drin war (wo ich früher getroffen habe), probieren die meisten diesen Ball zu schupfen. Das geht natürlich zu 99,9% sehr schief, weshalb der Ball in einem sehr hohen Bogen links ins Out geht (oder zumindest sehr hoch zurückkommt). Zudem kommt noch hinzu, dass der Seitenschnitt im Ball viel mehr nach dem Aufkommen "schief" wegspringt, da ja der Seitenschnitt von unten kommt. Puh, hier ein Versuch das besser zu erklären:
Bei einem normalen Seitenschnitt dreht sich der Ball wie wenn ich mit dem Zeigefinger auf den Boden zeige und den Zeigefinger dann in eine Richtugn drehe. Bei dem Aufschlag von unten ist es aber so, als würde ich mit dem Zeigefinger gerade aus zeigen und dann zum drehen anfangen. z.b. Drehe ich im Uhrzeigersinn den Finger (also der Ball auch), dann würde er beim aufkommen nach rechts wegspringen. Aus meiner Sicht (Aufschläger) würde der Ball sich gegen den Uhrzeigersinn drehen (bei dem oben genannten Aufschlag), aus der Sicht vom Annehmer genau anders herum, also im Uhrzeigersinn.
Das bedeutet aus Sicht des Annehmers bietet sich folgendes Szenario:
Gegner steht rechts vorne am Tisch (in seiner RH) und macht den Aufschlag. der Aufschlag kommt diagonal, also von rechts nach links. Vom Winkel her sieht es aus wie ein US (mit starkem Handgelenkseinsatz) und der Ball kommt kurz und langsam. Sobald er dann bei mir auf der linken Tischhälfte (Rückhand) aufkommt, dreht er sich plötzlich nach rechts in die Vorhand weg und fliegt genau auf meinen Ellbogenpunkt. Um sicher zu gehen, schupfe ich den Ball nur, da er sowieso kurz ist. => Ball steigt aufeinmal auf, da kein US drinnen war. Außerdem verzieht sich der Ball nach rechts weg (von mir als Annahmer aus gesehen), obwohl der Gegner eine Bewegung von rechts nach links gemacht hat und der Ball deshalb eigentlich nach links wegspringen sollte....
Geändert von GoZu (23.10.2013 um 20:39 Uhr)
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