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Alt 25.02.2004, 12:02
noreflex noreflex ist offline
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noreflex ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
Re: Schnittumkehr bei glatten und griffigen Noppen

Zitat:
Zitat von Felix Lingenau
Die kritische Frage ist da nun also, ob der Abwehrer in der Lage ist den Griffigkeitsvorteil des NI Belages gegenüber dem Knubbeleffekt auszuspielen um ein noch höheres Maß an Unterschnitt zu erzeugen. Die Praxis (siehe Weltklasse Abwehrer) legt Nahe, daß dieses ein Ding der Unmöglichkeit sein könnte.
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Zu letzter Vermutung: Kann man eher mit NI "tödlichen US" erzeugen oder eher mit NA?

Meine Meinung:

Es gelingt mir gegen >=Verbandsliga-Spieler höchst selten, soviel US mit NA zu erzeugen, dass ein erneuter TS unterbunden wird. Also sind die Duelle länger und enden regelmäßig mit einem finalen TS/Schuß oder meinem Abwehrfehler.

Mit meinem inzwischen sehr geschätzten Palio OX (YE, also griffige, glatte Köpfe) kann ich häufig derart extrem US auf TS erzeugen, dass nicht nur der TS danach mit Sicherheit (!) ins Netz geht, sondern sogar Stop- bzw. Schupfbälle eine hohe Kunst erfordern.

Wann ist der US extrem? (extrem=danach ist kein TS mehr zu erwarten und selbst der Schupf erblickt selten die Netzkante! )

In folgenden Situationen:

Roll- oder schnelle Seitenschnittaufschläge abstechen (auf Höhe Grundlinie oder knapp hinter dem Tisch)

aus dem Schupf angezogene Bälle (leichte TS oder sehr spingeladene TS) abstechen

schnelle Power-Topspins, die ich natürlich nicht häufig erreiche, aber wenn ich die mit einem Tennis-ähnlichen langen (!) und schnellem Slice erwische, sind es sofort Punkte!

schnelle TS, die ich in der tischnahen Abwehr "hacke"

spinreiche TS, die ich mit langer Armbewegung und unterstützender Körperbewegung zurückbringe (keine "Hacke")

Dabei scheinen mir die letzteren langen Abwehrschläge mit entsprechender Ballführung einfacher zu erlernen und sicherer zu sein. Die "Hack"-Bälle erfordern sehr viel Gefühl (Training) und sind fehlerbehafteter.

Ich halte Felix´These für richtig: Mit meinem Palio YE gebe ich in der US-Abwehr noch einen Tick US mit hinzu. Bei einer glatten Noppe sollte das eher schwierig sein (evtl. mit dem Noppenhals?).

Off Topic:
(sorry, aber habe ich gestern wieder live erlebt und muss hier raus )

Die Kunst in der "Glatt-Noppen-Spielstrategie" ist es wohl, den Gegner nicht zum Nachdenken kommen zu lassen. Wenn der Zeit hat und glatte Noppen "versteht", gibt das stets Ärger (der haut einfach dran und Ende).

Also muss ich variieren, so dass es ihm so erscheint, als wäre meine Noppe mal völlig schnittlos und mal mit "Hacke wie Sau". Nur was gerade für Effet anliegt, darf er nicht durchschauen.

Beispiel: Starken Handgelenk-US-Aufschlag kurz in VH. Gegner möchte nicht zum TS einladen und returniert mit US in RH. Dort wartet Palio und Druckschupf in die gewollte Ecke/Mitte. Da ich diesen Zug einleite, weiß ich dass er jetzt entweder einen TS drüberzieht oder er schupft/zieht leicht auf meinen OS-Schupf, so dass ich semmeln kann.

Nächster AS: OS-Rollaufschlag oder Seitenschnitt-AS in seine lange RH. Er kontert / zieht an in RH (meistens) und ich biete ihm einen RH slice mit sattem Schnitt. Sein TS wird einen Klimmzug an der Netzkante machen.

So hat er einmal auf meine Noppe OS und einmal US erhalten und wenn die Wechsel schnell genug gehen und die Spielzüge stets wechseln, weiß er für den Moment nie genau, was "drinn" ist. Spiele ich langsam, immer in eine Ecke, immer gleich lang und bin passiv, erlernt er quasi die Glatt-Noppe und lernt schnell aus seinen Fehlern. Ab Satz 2 hagelt es dann.

noreflex
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Es ist von großem Vorteil, die Fehler, aus denen man lernen kann, recht früh zu machen.

Winston Churchill

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