Vielen Dank an die Gastgeber aus Mersch für einen wirklich gelungenen Abend.
Unabhängig vom Spiel muss ich sagen, dass ich in den letzten 25 Jahren keine vergleichbare Stimmung erlebt habe. Es war sowohl unter den Spielern, als auch von den anwesenden Zuschauern - von denen einige da waren - so was von freundlich und unaufgeregt, wie ich es eigentlich noch nie erlebt habe.
Absolut objektiv wurde bei guten Ballwechseln geklatscht und falls möglich sogar von Seiten der Zuschauer der Gegner abgeklatscht. So muss Tischtennis sein und macht extrem viel Spaß.


Zum Spiel an sich gibt es auch eine Menge zu sagen, aber ich denke alle können mit dem Resultat leben. Am Ende wäre es einfach unverdient gewesen, wäre eine Mannschaft als Verlierer vom Tisch gegangen, so bescheiden muss ich jetzt mal sein.
Zu Beginn hatten unsere Jungs nach Fischenich/Habicht die zweite Sensation auf dem Schläger und schlugen sich mehr als achtsam gegen Hochhausen/Jahn. Am Nebentisch zeigten Pascal und ich erstmals, dass unseren Spielsysteme wirklich gut zueinander passen und hatten wenig Mühe. Doppel 3 ne klare Sache für Mersch, wobei Lemm teilweise unfassbare Bälle traf.
Oben wie schon erwähnt dann die Überraschung des Abends, als Dominik Hochhausen niederringen kann. Ich habe mir sagen lassen, er habe sehr gut gespielt, musste mich aber physisch wie psychisch auf Jahn einstellen.

Da mir das aber ganz gut gelang gingen wir tatsächlich in Führung.
Dieses ungewohnte Gefühl sollte uns für den weiteren Verlauf beflügeln, wenngleich in der Mitte beide Spiele weg gingen. Küsters hatte gegen Assi 2 Matchbälle liegen lassen, aber auch dieser Thriller ging absolut unaufgeregt und fair zu Ende.
Da Küpper sein 2. Einzel vorzog - und beide Matches verlor - ging es quasi mit einem 5:5 Unentschieden in die Halbzeit. Oben konnte ich gegen Hochhausen nicht ganz so konzentriert wie gegen Jahn aufspielen, rettete mich am Ende aber (so denke ich) verdient zum Sieg. Dominik tat sich gegen Jahn natürlich schwerer und sah im 5. Satz beim Stand von 5:9 schon wie der klare Verlierer aus.
Eine taktisch sehr gute Auszeit unseres Käptns

brachte Dominik aber wieder in "den Tunnel" und von dort an schlug es links und rechte neben Eckhard ein. Die Überraschung waren nicht die Bälle an sich (die kann Dominik), sondern dass diese Bälle bei diesem Spielstand kamen!
Da die 3 letzten Einzel mehr oder weniger klar an die Gastgeber gingen liefen wir im Schlussdoppel einem Rückstand hinterher, waren aber sehr fokussiert und machten wirklich ein gutes Spiel. Wir ließen Andi nicht zu seinem gewohnten Spiel über Tisch kommen und waren mit wenigen Ausnahmen gegen Eckis Noppen resistent.
Vielen Dank an die netten Gastgeber für das Bierchen und Brötchen danach. Man war sich hinterher einig, dass der Punktverlust Mersch nicht weh tut - unser Punktgewinn für die Moral aber immens wichtig war.
Wir werden voraussichtlich trotzdem absteigen, aber mit erhobenen Hauptes.