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Alt 28.11.2013, 13:15
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das_gesäß das_gesäß ist offline
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AW: Esche als Kernfurnier

Schwieriges Thema. Schnell und dünn steht im Widerspruch in sich, insbesondere mit elastischer Darstellung.

Ich habe zwar nicht viel Ahnung, aber umso dicker, desto härter und schneller ist das Holz sehr warscheinlich und desto weniger elastisch ist es.

Ich baue meine Hölzer nach folgenden Fragen:
Wie hoch soll die Frequenz sein?
Wie schnell soll das Holz sein?
Soll der Absprungwinkel flach medium oder hoch sein?
Wie schwer soll es werden

Wenn ich diese Fragen beantwortet habe weiß ich ungefähr wo die Reise hingeht. Es muss einen aber auch klar sein, das alle Wünsche nicht erfüllt werden können. Dünne Hölzer, elastische Hölzer, sind keine Offensivhölzer.

Feintuning kann man in dem man anderen Kleber wählt. Wenn das Holz zu weich ist, kann man Epxodharz verwenden. Am besten so dünnflüssig wie geht, dann dringt das Zeug besser in die Fasern ein. Wenn das Holz zu hart ist, kann man hochelastischen Kleber verwenden, am besten Dickflüssig. Man kann die Härte auch verändern in dem man viel oder wenig Kleber verwendet. Viel Kleber = hart.

Hartes Schlägerblatt trotzallem Gefühl im Griff. Das funktioniert wenn man den Rohling am Griff, und den Griff selber aushölt. Dadurch wird das Holz, gerade an der dünnsten Stelle labil und vibriert somit etwas mehr. Theoretisch kann man mehr Vibrationen im Griff herbeiführen indem man Stirnholz verwendet. Die Stablität ist in Querrichtung deutlich geimndert wodurch man eine "bessere" Ballrückmeldung erhalten sollte. Hab ich noch nich getestet, auf Grund der Naturgesetze aber sehr gut vorstellbar.
Griffmaterial kann auch zum Ballgefühl beitragen. Weiches Material macht das Holz am Griff labiler und somit können sich die vibrationen besser verteilen -> "bessere Ballrückmeldung in form vn mehr Vibrationen"

Meine Erfahrung in Sachen Tempo bezogen auf das Kernfurnier ist folgendes.
Weiches Material ist langsam, hartes Material ist schnell. Kernfurnier bestimmt im wesentlichen die Härte des Schlägers, aber nicht durch das Material selbst, sondern durch die Anordnung des sperrfurniers. Das Sperrfurnier macht im Grunde die Anschlaghärte aus. Sitzt es weit innen, weil das Kernfurnier dünn ist, wird das Holz nicht dolle steif. Da nützen auch keine Carboneinlagen was. Wenn das Holz steif sein soll, muss das Sperrfurnier weit auseinander liegen.

Absprungwinkel lässt sich sehr leicht verändern. Harte Deckfurniere springen Flach aus den Schläger, weiche Materialien springen hoch aus den Schläger. Besonders hervorheben kann man das noch mit weiteren furnieren hinter dem Deckfurnier. Beispiel:

Kiefer 1mm
Aramid
Abachi 3mm
Aramid
Ebenholz 0.6mm

Dieses Holz ist ein All Holz, mittelharter Anschlag, Frequenz etwa 1400hz, Vorhand Ballabsprung Normal, Rückhand Ballabsprung flach. Verändere ich das jetzt wie folgt.

Kiefer 0.8mm
Balsa 1mm
Aramid
Abachi 2.5mm
Aramid
Balsa 1mm
Ebenholz 0.6mm

Das Holz liegt im Bereich All + mit Frequenz etwa 1430hz, Rückhand Ballabsprung moderat hoch und Ballabsprung Vorhand hoch.
Ersetzt man das 2.5mm Abachi Kernfurnier durch 2.5mm Balsa ist es wieder all.

So ganz genau weiß ich nicht was du haben möchtest wenn ich mir deinen Beitrag durch lese. Du möchtest ein dünnes elastisches Holz mim Off- bis Off Bereich? Wie dünn ist denn dünn?
Wenn ich du wäre würde ich folgendes probieren.

0.5 - 1mm Deckfurnier
0.5mm Balsa
Aramid
3mm Abachi
Aramid
0.5mm Balsa
0.5 - 1mm Deckfurnier

Je nach Auslegung de Deckfurniers ist es ein langsames bis schnelles off- Holz mit moderat hohen Ballabsprung. Frequenz zwischen 1450 und 1550hz wenn mit Epoxydharz gekleb wird. Etwa 45gr. Etwas weicher geht es mit hochelastischen Kleber. Der von mir empfohlene Furnieraufbau kommt ein Keyshot Light sehr nah. Hat aber einen höheren Ballabsprung. Gewicht etwa 80-95gr je nach dicke der und Wahl der Deckfurniere und ob man viel oder wenig Kleber verwendet.
Einige dich mal zunächst auf eine fixe Form, mit einen fixen Griff und versuche herauszufinden welche Freuqenz du haben willst. Wenn du denn nach fertigstellung das Holz misst, weist du dann schon wie schnell oder langsam das Holz sein wird. Du musst nach und nach immer mehr Konstante finden damit du beurteilen kannst was welche Veränderung mit sich bringt.

Geändert von das_gesäß (28.11.2013 um 13:21 Uhr)
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