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Alt 11.12.2013, 18:52
mg60 mg60 ist offline
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AW: Persönliche Ziele von Wiedereinsteigern

In meinem letzten Beitrag in diesem Thread im Mai hatte ich berichtet, dass ich gegen die meisten Trainingspartner verliere, aber mir für die kommende Saison in der 2. KK ausrechne, gut mithalten zu können.

Zu Beginn der neuen Saison habe ich mir dann noch einen neuen Schläger gegönnt, mit dem ich bislang sehr gut klarkomme. Im Training gewinne ich in der Zwischenzeit tatsächlich auch zunehmend Sätze/Spiele, wobei jeder Fortschritt doch mühsam ist und oftmals nach zwei Schritten vorwärts wieder ein Schritt zurück folgt.

In der Liga habe ich es nach anfänglichen Problemen noch fast geschafft, ausgeglichen zu spielen (im unteren Paarkreuz). Zu Beginn der Saison waren meine größten Probleme die unterschiedlichen Aufschlagvarianten der Gegner, den richtigen Moment für meinen Angriff zu finden (entweder war ich zu ungeduldig und habe jeden Ball angegriffen oder ich habe mich gar nicht getraut, anzugreifen) und die Reaktion auf veränderte Spielweisen der Gegner (bzw. das überhaupt zu merken). Zudem kam teilweise noch eine extreme mentale und körperliche Anspannung hinzu, die sehr lähmend für mein Spiel war.

Vor allem in den letzten Spielen habe ich dann aber eine gute Mischung zwischen passivem und aktivem Spiel gefunden und gemerkt, dass es oftmals gut ist, den Ball einfach im Spiel zu halten und nicht sofort den Punkt machen zu müssen. Damit meine ich nicht Dauerschupfen (auch wenn das manchmal auch erforderlich ist), sondern insbesondere kontrollierte Angriffsbälle. Ich habe oft versucht, meine Angriffsbälle so platziert und hart zu spielen, dass sie zu direkten Punkten führen, was aber häufiger zu direkten Fehlern führte. Zudem bin ich zum Ende hin ein wenig lockerer geworden, weil ich bewusst an meiner Einstellung zum Spiel (und zum Wett"kampf") gearbeitet habe.

Zwischen extremem Frust und Euphorie war alles dabei. Gelernt habe ich in den Liga-Spielen mehr als ich im Training hätte lernen können. Da gibt es definitiv einen großen Unterschied. Und durch den Lernprozess muss man wohl einfach durch (wobei es sicherlich auch weiterhin Rückschläge darin geben wird).
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