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Alt 12.12.2013, 16:55
Michl06 Michl06 ist offline
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AW: Gegen Gute gut, gegen Schlechte schlecht spielen

Wenn ich deine Ausführungen richtig verstehe haben deine Jungs gg. 2 Spieltypen Probleme:

1. Spieler mit unorthodoxen Spielweisen, aber vielleicht technisch limitiert. Also bspw. Langnoppe oder Anti am Tisch, viel Schnittwechsel, der für ungeübte nicht unbedingt ersichtlich ist, weil man diese Spielsysteme aus der Jugend nicht kennt.
Das finde ich erstmal nicht schlimm. Ich kenne eigentlch keinen Spieler der frisch aus er Jugend kommt, der an mindestens einem Spieler dieser Art nicht schon verzweifelt ist. Hier setzt irgendwann ein Lerneffekt ein, die Schwächen des Gegners zu erkennen und auch auszunutzen. Beim einen früher, beim anderen später, abhängig von der Qualität des Coachings und des Spielers natürlich auch selbst.

2.
Zitat:
Nur sobald sie vorne "stochern" müssen, also den Ball platziert halten und einfach mal nicht ziehen sondern nur rüber spielen ohne Spin reinzugeben, da fangen die an total zappelig zu werden, dann schießen die den ohne Grund drüber oder verhauen die einfachsten Bälle.

Es ist einfach schwierig zu beschreiben, wenn ich bsw. mit ihnen an der Platte rumeiere und die Bälle irgendwie spiele, mal halbhoch, mal irgendwie halbe Balongabwehr oder sowas, halt nichts ernstes, da meint man, dass sie zum ersten mal den Schläger in der Hand habe. Da halten sie den Schläger hin und der Ball fliegt irgendwo hin, irgendwie kein Gefühl halt oder keine Sicherheit.
Diese Beschreibung finde ich dagegen wesentlich bedenklicher. Es hört sich für mich so an, als würden deine Jungs einfach an Spin-, Tempo- und Platzierungsvariationen scheitern und Tischtennis nur nach Schema F spielen.
Soll heißen: Aufschlag - Topspin - Punkt. Überspitzt dargestellt.
Wenn dem wirklich so ist und sie kaum Spiele in ihrer Klasse gewinnen haben sie eindeutig die Spielstärke noch nicht. Denn das ist ja das entscheidende beim Tischtennis. Nicht nur über Athletik und Tempo den Gegner "überrennen", sondern auch in der Lage sein, die kleinen Punkte zu machen oder zumindest das Spiel so gestalten, dass man selbst seine Stärken zum Einsatz bringen kann.

Einfach mal ein Tipp ins Blaue rein:
Im Training mal viele unregelmäßige Übungen, die auch Kurz-Kurz-Spiel enthalten.
Aufschlag-Rückschlag-Training mit anschließender Reflexion, welcher Schnitt welchen Retourn bedingt oder benötigt.
Insgesamt viele spielnahe Übungen, die nicht nur Topspins beinhalten, sondern vllt auch einen Spieler zwingen am Tisch zu bleiben und zu blocken...

PS. Von welcher Spielstärke reden wir denn hier ungefähr? TTR-technisch? Jugendspieler unter 1400-1450 TTR fest zu den Erwachsenen zu ziehen, empfinde ich unter normalen Umständen selten als produktiv. Meistens lernen die Jungs als Jugendersatz und in Jugendspielen noch genug dazu.
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