|
Re: Griffige Langnoppe am Tisch?
Hi !
Ich habe mittlerweile so ziemlich alles an Noppen gespielt, was der Markt bei uns hergibt...Palio, Fakir, P1-R, Feint Long II, 837, 755, Sting, etc...
Mittlerweile bin ich (seit - für meine Verhältnisse - erstaunlichen 2 Monaten) beim Sting (griffige LN) mit Schwamm angekommen. Ich spiele damit am Tisch und versuche, möglichst offensiv zu agieren. Ab und an kann aber auch ein Abwehrball nicht schaden....
Aber nun zum eigentlichen Thema:
Ob´s eher glatte oder griffige LN sein sollten, hängt sehr davon ab, wie Du spielst (spielen möchtest). Alle Glattnoppenspieler, die ich kenne, spielen doch eher passiv mit den glatten Noppen, d.h. sie schupfen, "stechen ab" und "druckschupfen". Hierbei ist mir aufgefallen, daß diese Spieler oftmals gute bis sehr gute Bilanzen in ihren Ligen (durchaus auch hoch bis in RL oder OL) spielen, da es offenbar immer noch sehr viele Spieler gibt, die gegen LN "nicht können" - und zwar bis in höhere Ligen. Aber hierin liegt auch wieder ein Problem der glatten LN: wenn jemand "richtig" gegen LN kann, dann sieht ein Glattnoppenspieler mitunter recht alt aus, während man mit griffigen LN doch noch die eine oder andere Variationsmöglichkeit mehr hat. Auf einer Rangliste vor einem halben Jahr oder so hat beispielsweise ein Spieler der 2.BK gegen einen Spieler gewinnen können, der mit glatten LN RL oben spielt ! Wenn man wirklich gegen glatte Noppen kann, dann wird´s sehr schwer für den Noppi...es sei denn, er dreht gut, dann sieht´s u.U. wieder anders aus.
Mit griffigen Noppen hat man ein viel größeres Spektrum. Zwar leidet der "Störeffekt" (wobei mir noch immer keiner sagen konnte, was das konkret ist) angeblich, aber dadurch, daß man in gewissen Grenzen selber Schnitt erzeugen kann, sieht man insbesondere gegen "Noppenkiller" häufiger recht gut aus.
Ein großes Plus der griffigen LN mit Schwamm ist der Offensiv-Block - möglichst gegen einen rotationsreichen Topspin. Wenn man einen solchen Topspin blocken kann (eher so eine Art schneller Konter bis Schuß), dann fällt der zweite Ball dem Gegner oftmals runter. Mit glatten LN habe ich diesen Schlag nur seltenst hinbekommen...dann allerdings mit ähnlicher Wirkung.
Außerdem kann man mit griffigen LN selbst mal auf schnittlose oder weiche (oder auch alle anderen) Bälle die Initiative ergreifen und läuft nicht Gefahr, auf der LN-Seite festgenagelt zu werden.
Allerdings fallen mir spontan recht wenige LN-Spieler ein, die mit griffigen LN offensiv bzw. am Tisch spielen...scheint also nicht so besonders verbreitet zu sein, das System. Umso größere Chancen bietet es also, damit erfolgreich zu sein, da den Gegnern ganz einfach das Training gegen ein solches Spielsystem fehlt...viele Gegner können es gar nicht fassen, daß man mit LN auf mal einen offensiven Ball spielen kann ;-).
Ciao,
Dr.Block
P.S.: Hauptgrund dafür, daß ich mit griffigen Noppen spiele, ist übrigens der Spielspaß. Während ich mit glatten LN immer nur auf Fehler des Gegners gewartet habe, kann ich jetzt die Punkte selber machen...aber das ist natürlich eine Frage der persönlichen Vorlieben.
__________________
Multipler Kreismeister, Ranglistensieger, Rechtsgelehrter und Universalgenie sowie mehrfacher Nobelpreisablehner
|