Nachdem ich einige Trainingseinheiten mit diesem Holz hinter mir habe, möchte ich noch mal etwas über meine Eindrücke schreiben.
Hier noch mal die aktuelle Kombi.
VH - Yasaka Mark V GPS - 1,8mm
Gewo velox alpha Power Control
RH - Hikari SR7 40 - 1,5mm
An alle die jetzt sagen, dass diese Kombi zu langsam ist. Sie mag ja langsam sein, dafür aber unheimlich kontrolliert.
Angaben
Die lassen mit dieser Kombi extrem gut und in der RH auch mit viel US kurz hinter das Netz platzieren. Im Doppel spiele ich diese auch gerne mal extrem diagonal, was viele meiner Vereinskollegen überhaupt nicht mögen.
Lange Angaben spielen sich natürlich nicht so gefährlich wie mit z.B. einer langen Noppe.
Annahme
Bei US Bällen braucht man sich wenig Sorgen machen. Mit der RH und je nach Tempo der eigenen Bewegung kann man sowohl der Kurz-Kurz Spiel eröffnen, aber auch lang schupfen.
Muss ich diese Bälle mit der VH annehmen, versuche ich diese mit US diagonal auf die RH des Gegners zu spielen.
Probleme bereiten mir derzeit Konterangaben. Hier tendiere ich zu oft dazu den Ball nach Unten zu drücken oder zu passiv zu spielen. Da die Kombi nur ein geringes Eigenleben (Katapult) hat muss ich hier noch die richtige Antwort finden. Am ehesten geht es, wenn ich diesen Schlag wie einen leichten, aktiven Konter spiele. Oftmals erhalte ich dann auch die Chance mit der RH nachzuziehen.
Die größte Stärke dieser Kombi?
Das ist für mich ganz klar das Konterspiel in der RH. Ich kann meine Trainingspartner zunehmend unter Druck setzen und komme dann auch oft in den TS, also anziehen und nachziehen
Meine größte Schwäche mit dieser Kombi.
Das ist immer noch die VH. Die Umstellung im Konter und Block (vom Dotec Griff auf diesen "normalen" Griff) geht leider nicht so schnell wie erwartet.
Aus der Halbdistanz funktionieren meine VH auch mit einem langsamen TS immer besser. Am Tisch sind TS Bälle leider noch zu lang.
Eine Steigerung in der Sicherheit war aber in jedem Training zu merken.
Im Kurz-Kurz und bei US Bällen kann ich mich nicht beschweren... alles andere ist Training.
Das Fazit
Ich möchte nun ein vorläufiges Fazit ziehen. Vor einigen Wochen habe ich ja auch noch mal die Frage in den Raum gestellt, ob etwas dünnere Beläge ein deutliches Plus an Kontrolle bringen können.
Nachdem ich jetzt diesen Schritt gemacht habe (gleiche Beläge aber 1,8 statt 2,0 und 1,5 statt 1,8) und nun auch von dem Dotec Holz wieder auf einen normalen Griff gegangen bin, kann ich jedem Anfänger und Wiedereinsteiger nur dazu raten auf ähnliche Kombinationen zu setzen.
Klassische Beläge ohne FKE, ohne viel Katapult, nicht zu dick und dazu ein kontrolliertes Holz.
Tempo im TS, Angreifen, den Punkt machen, dass alles habe ich bisher immer nur mit OFF Material in Verbindung gebracht. Und ja, dieses ist auch schneller.
Dafür kann ich jetzt aber mehr Bälle sicher auf die Platte bringen, mache deutlich weniger Fehler und kann aktiver spielen.
Mit dieser Sicherheit kann ich meinen Armzug beschleunigen und ich behaupte jetzt mal, dass mit dem schnelleren Armzug auch mehr Spin in die Bälle kommt und das damit die Aktionen automatisch gefährlicher werden.
Ich bin aber auch ganz ehrlich. Ich habe kurz darüber nachgedacht zumindest auf der RH wieder den Hikari in 1,8m zu kleben (dieser liegt ja noch im Schrank). Ich habe mir dann aber gesagt, dass ich doch lieber über die Technik und nicht über das Material versuchen sollte die Punkte zu machen.
Ich kann mir aber gut vorstellen, irgendwann einen solchen Schritt zu machen sobald die Technik es zulässt.
ich möchte nochmals allen danken die sich an den jeweiligen Themen beteiligt haben und hoffe, dass meine Erfahrungen de, einen oder anderen helfen kann.