@Rene Adler(Fabio)
Insgesamt war Dein Auftritt journalistisch ok. Aber Du kannst mehr. Ich würde mich, wie andere hier bereits geäußert hatten, auch über mehr Spielkommentare und weniger Drumheruminfo freuen. Leider hattest Du zu häufig über das Spiel hinwegkommentiert und dann den Bezug zu Spannung und Action teilweise verloren. Das kann man machen, wenn (in Anlehnung auf ein legendäres Ereignis zwischen Jauch und Reif) alle Tische in der Halle zusammenbrechen. Oder in den Satzpausen.
Darüberhinaus vermisse ich die Art Fachkompetenz, die den "Unbedarften" die technische Finesse, den Schnitt und das "lesen" des Schnittes beim gegnerischen Aufschlag vermitteln. Gerade von Dir als leichte Fehler bezeichnete Annahmen folgten oft auf gute Aufschläge, bei denen es dem Annehmenden nicht gelang den Schnitt richtig zu erkennen, was erst in der -übrigens teilweise sehr guten und deutlichen- Zeitlupeneinstellung richtig zu sehen war.
Das mag die Freaks teilweise nerven(und wird es auch wohl mich

), aber beim Fussball wurde uns ja auch noch bis in die 80er das "Abseits" erklärt, beim Snooker noch immer die Werte der Farben und was ein "Snooker" überhaupt ist. Trotzdem macht das in gesundem Maß eingesetzt Sinn. Gerade wenn du selbst erwähnst, dass TT im Aufwind des öffentlichen Interesses steht, muss man doch mit Zuschauern rechnen, denen die Feinheiten noch ein Buch mit sieben Siegeln sind und die nur mal so in eine Übertragung zappen. Die sollte man unbedingt mit ins Boot holen, und Spannung sowie technische Raffinesse unseres Sports stärker rüberbringen. Nur so kann die Fangemeinde wachsen. Und der Sport braucht auch oder gerade den passiven begeisterten Fan, der Techniken bewundert, die er im Leben selbst nicht meistern könnte. Siehe Skispringen, siehe Bobsport. Deutlich weniger Aktive als TT aber mehr Sendezeit und Fans.
Also Rene - "mach et", Du bist hier TT-Pionier an vorderster Front.
gruss
madmatt