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Zitat von René Adler
Bei dir und allen anderen möchte ich mich für die Kritik - positiv wie negativ - an den Übertrgungen bedanken. Ich sehe das als konstruktive Kritik an und finde es wichtig, ein Feedback zu bekommen, um an meinen Kommentaren zu arbeiten. Das ist auch ein Grund, warum ich hier poste.
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Okay, dann lege ich mal mit dem los, was mir nicht gefallen hat heute, als ich von 12.20 bis 13.00 Uhr die Übertragung verfolgen durfte.
Zunächst ein paar "Flüchtigkeitsfehler":
Welt- und Europameisterschaften wurden verwechselt. Ma Lin und Ma Wenge wurden verwechselt. Ein Vorhandtopspin von Karlsson, den Zoltan nicht mehr erreichte, sei angeblich an der Kante gewesen. Und als das Spiel unterbrochen wurde, weil Stopp war wegen eines Balles vom Nachbarstisch in der Box, wurde ein Netzaufschlag diagnostiziert, obwohl Karlsson gerade zu sehen war, wie er den Ball hinüberschlug. Das ist nicht so schlimm, aber in vergangenen Übertragungen gab es ebenso schon solche Fehler. Finde ich auf Dauer halt nicht recht überzeugend. Um das alles richtig zu machen, muß man sich im Tischtennis nicht wirklich auskennen.
Schwieriger ist es mit der Taktik in einem Tischtennismatch. Dort bin ich nicht ganz der Meinung von Felix. Da das nicht so einfach ist, gäbe ich dem heute wohl noch ein "befriedigend", obwohl ich am Ende eher zu einem "ausreichend" tendierte. Der Aufschlag von Zoltan, der in der Endphase des fünften Satzes als zu lang bemängelt wurde, war nun wirklich nicht zu lang. Der Rückschlag war einfach nur ziemlich gut.
Das erinnert mich an Fußball: Wenn der Torwart beim Elfmeter in die falsche Ecke springt, wurde souverän verwandelt. Wenn der Torwart nun den gleichen Schuß hielte mit einem Sprung in die richtige Ecke, hieße es, der Elfer sei schwach geschossen worden.
In den Sätzen, die der Schwede gewann, war er auch nicht wirklich viel aggressiver. Er hat für meine Begriffe nur viel öfter die Vorhand angespielt, womit Zoltan nicht so klar gekommen ist. Zum Glück hat er ab der Hälfte des fünften Satzes wieder getroffen, aber mit mehr Aggressivität hatte das nicht viel zu tun. Er ist vorher nicht bedeutend weniger Risiko gegangen. Zusammenfassend könnte man also sagen, daß mir mehr oder weniger Aggressivität/risikoreiches Spiel als Prädiktor für den Erfolg in diesem Match nicht gefällt.
Ansonsten bin ich dafür, Emotionen ruhig zu zeigen als Kommentator und nicht zu viel zu erzählen (vor allem wie von Felix angemerkt, nicht während der Ballwechsel, gerne aber in den Zeitlupen).