Kannst du ein Video von deiner Rückhand machen? Ohne deine Technik zu sehen ist es schwer zu helfen.
Ich hatte früher auch immer das selbe Problem. 12 Jahre lang habe ich immer nur Vorhand orientiert gespielt, was bis zu einer gewissen stärke gut geht aber irgendwann fangen die Spieler an nur in die Rückhand zu spielen und dann ist Schluss. Mit einem neuen Trainer habe ich jetzt meine Rückhand verbessert und Unterschnitt Aufziehen oder Gegentopspin usw. sind jetzt alles kein Problem mehr. Ich hab mir damals ein paar Punkte aufgeschrieben, wie ich eine gute Rückhand hinbekomme, vielleicht helfen sie auch dir:
*) Das Handgelenk immer sehr sehr locker lassen, auf keinen Fall steif. Die Rückhand wird aus dem Handgelenk gespielt und ist daher eine sehr kurze Bewegung, um gut aus dem Handgelenk zu spielen muss die Hand bzw. das Handgelenk sehr locker sein.
*) Mehr Kraft != schnellerer Ball
Ich habe früher immer versucht die Muskeln stärker anzuspannen um schnellere Bälle zu spielen. Das ist aber genau Kontraproduktiv da wenn ich die Muskeln anspanne nicht mehr locker bin und daher den Ball nicht richtig Beschleunigen kann. Richtig ist: Schnellere Bewegung = schnellerer Ball und eine Schnellere Bewegung geht nur wenn das Handgelenk locker ist.
*) Die Bewegung muss immer nach vorne und nicht nach oben gehen, dorthin wo man Spielen will. Die Bewegung nicht zu lange, damit man genug Zeit hat für den nächsten Ball.
*) Der Balltreffpunkt ist vor dem Körper in dem Dreieck aus Hand und Oberkörper. trifft man den Ball außerhalb dieses Dreieckes ist die Trefferquote viel schlechter, deshalb braucht man bei der Rückhand gute Beinarbeit da man immer richtig zum Ball stehen muss. Das ist bei der RH viel wichtiger als bei der VH da man bei der VH mit dem Arm noch ausgleichen kann.
*) Mir hilft es wenn ich verstärkt Druck mit dem Daumen auf dem Schläger ausübe. Früher habe ich den Daumen GAR NICHT auf dem Schläger gehabt sondern weggestreckt. Dadurch hatte ich natürlich 0 Kontrolle.... (Dafür ging die Vorhand super

). D.h. ich mache Druck mit Daumen und ganz leichten Druck mit Zeigefinger.
*) 90% der Bewegung kommt aus Handgelenk, 10% aus Unterarm. Dabei ist das Schlägerblatt stark geschlossen damit ich Topspin mache und nicht den Ball frontal Treffe.
*) Je nach Spin muss man die Bewegung von einer anderen "Ausgangslage" ansetzen. Bei unterschnitt zeigt der Schläger gerade nach unten und in der Bewegung wird über das Handgelenk der SChläger so gedreht, das er am Ende nach vorne zeigt dorthin wo ich hinspielen will. Ist hingegen Oberschnitt drin (bei Gegentopspin) ist der Ansatz viel höher und die Bewegung geht mehr nach vorne. D.h. sie endet gleich wie gegen Unterschnitt nur der Unterschied ist, dass die Bewegung jetzt schon von oben beginnt und nicht von unten nach oben geht.