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AW: Keine Lust mehr dank des tollen TTRs
Wenn wir gerade am rechnen sind, dann stelle ich mal die folgende Rechnung auf.
Spieler A spielt 12 mal gegen exakt denselben Gegner. Er gewinnt 8 mal und verliert 4 mal. Jeweils X Punkte. Sein Punkte-Delta errechnet sich dann (grob) so:
Delta = 8X - 4X (= 4X).
Spieler B macht nun 24 mal (also genau doppelt so oft) dasselbe. Also 16 mal gewinnen, 8 mal verlieren. SEIN Delta ist dann:
Delta = 16X - 8X (=8X)
Ist Spieler B aber wirklich besser als Spieler A? Nein, ist er nicht, er hat nur mehr gespielt.
Das System hat also eine quantitative Komponente, die das Unbehagen hervorruft, das doch so einige haben.
Jetzt kommt gleich wieder "langfristig mittelt sich das doch aus, der Mehrspieler hat ja auch die "Chance" mehr zu verlieren". Das mag schon stimmen, aber dafür braucht es sehr viele Ergebnisse. Das System ist also bis zu einer einigermaßen gerechten Aussage SEHR träge. Viel ZU träge für den Liga-Alltag, wo 2mal im Jahr Aufstellungen gemacht werden müssen.
Mein Vorschlag ist und bleibt eine Aufsplittung des TTR-Wertes. In einen Basis-Liga-Wert und eine Kür für Turniere und Sonstiges. Die Summe ist dann der "vergleichbare" Ego-TTR-Wert (der ja einigen so unglaublich wichtig ist), den man ja auch für Turniereinstufungen heranziehen könnte. Für den Liga-Alltag gilt dann aber der Liga-Wert, der viel besser diesem Liga-Alltag gerecht wird.
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Es reicht nicht, ein guter Spieler zu sein – man muss auch noch gut spielen. Dr. Siegbert Tarrasch
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