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Alt 29.01.2014, 16:47
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Armendariz Armendariz ist offline
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Zitat:
Zitat von PlasmaLight Beitrag anzeigen
Ich verwickel mich in nichts.
Ah, schon wieder ganz der alte Plasma

Zitat:
Frontalunterricht grenzt schwächere Schüler aus. Ja. Nehmen wir Mathe. Wenn du da nicht den Durchblick hast, wenn es in den höheren Stufen etwas schwieriger wird, bist du weg vom Fenster. In Sachen Frontalunterricht hagelt es dann schlechte Noten, bleibst sitzen und der Schnitt wird am Ende runtergezogen.
Ouh, das geht mir zu schnell. Das halte ich für eine Weltuntergangstheorie ohne wissenschaftlichen Hintergrund
Ich empfehle mal wieder, meinen Beitrag genau zu lesen. Da steht
Zitat:
In Maßen, nicht in Massen. Natürlich immer im Wechsel mit intensiver Schülerforschungsarbeit.
Frontalunterricht mit zu viel Inhalt überfordert die Schüler. Der Trick ist, allen eine verständliche Basis zu vermitteln, mit der sie dann hinterher individuell weiterarbeiten können. Ich kann kein Mathe, aber mal ein einfaches Beispiel:

Du führst Brüche ein. Du erklärst am Anfang das Prinzip, dass die obere Zahl durch die untere geteilt wird. Dann zeigst du noch ein tolles Bild oder ein Modell mit Kuchen oder Pizzastücken, um das Interesse zu wecken.

Anschließend gibt es freies Stationentraining mit leichteren und schwereren Aufgaben. Die schwächeren Schüler werden wohl eher noch eine Weile brauchen, um den Sinn eines Bruchs zu verstehen, die stärkeren können bald kürzen, Brüche addieren und subtrahieren usw. Am Ende bildest du z.B. noch Lerntandems, wo stärkere den schwächeren erklären können, was die nicht verstanden haben.
Zitat:
Die Begabungen der Schüler herauszufinden, ist dagegen ein individueller Prozess. Nun hast du da jemanden sitzen, der von Mathe keine Ahnung hat, aber dafür in anderen Dingen begabter ist alle die anderen Schüler. Dann kann man ihn doch genau da fördern und Mathe mal ein bisschen außen vor lassen. So sind seine Chancen doch besser. Sonst müsste die Zeit, in der er in etwas gefördert wird, das ihm Spaß macht, dafür investiert werden, dass er in etwas Nachhilfe bekommt, was ihm keinen Spaß macht und was er später auch wohl kaum brauchen wird.
Du sprichst da ein sehr großes Problem an. Aber wie vielen verbaust du überhaupt die Möglichkeit, später aus einem breiten Feld von Möglichkeiten das auszuwählen, was sie interessiert. Meinst du wirklich, man hätte so viele Mathestudenten, wenn die Schüler in der 7. Klasse entscheiden dürften, ob sie lieber Mathe, Englisch oder Sport machen? Ich kenne Leute, die mit Mathe nichts anfangen konnten, bis Funktionen drankamen. Bei mir war es dann mit der lockeren 2 in Mathe vorbei.
Du denkst meiner Meinung nach zu statisch. Die Interessen sind dynamisch, die Entwicklung des Kindes ist nicht geradlinig, sondern verläuft mit Höhen und Tiefen. So wie bei vielen die TTR-Kurve (wenn sie maßstäblich dargestellt wäre) - Mal steigt sie an, mal stagniert sie, mal hört jemand ganz auf.
Die Wissenschaft hat sich vor vielen Jahrzehnten (so um 1945 ) davon verabschiedet, dass es den "wissenschaftlich-theoretischen begabten Menschen", den "theoretisch-technisch begabten Menschen" und den "lebenspraktisch begabten Menschen" gibt.
Zitat:
Sagt dir die Schule der Tiere etwas? Gleiches Problem. Wozu soll der Fisch auf einen Baum klettern? Der schwimmt im Wasser.
Die Karrikatur ist mir bekannt. Wie es aber üblich ist, überspitzt sie. Siehe oben, das ist mir zu undynamisch. Jeder von uns Affen hat nen Fisch in sich, manche halt nur nen kleinen. Aber der kann wachsen!

Muss jetzt Kinder quälen. Bis heute Abend.
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Du hoschd Rächd un I han mei Ruh