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Alt 04.03.2004, 21:04
Taugenichts Taugenichts ist offline
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Re: Schwankungen bezüglich Sicherheitsspiel und Risikospiel

Hallo martinspin
Schon wieder ich, ich hoffe nicht, dass es bald mal langweilig wird für Dich wenn immer derselbe Krökelspieler auf die Postings reagiert.

Ich denke nicht, dass ich mit der Kondition (i.S. von Ausdauer, Stehvermögen, etc.) wirklich ein grosses Problem habe (sonst würde ich ja auch nicht ausgerechnet ein so anstrengendes Spielsystem wählen wie das "Hybridspiel" mit viel hinten-vorne, links-rechts, Defensive-Angriff, etc...). Ich kann mit einem vernünftigen Einlaufen den körperlichen Motor eigentlich auch gut genug anwerfen, so dass die schlechte Koordination allein übrigbleibt. Vielleicht liesse sich das mit einem vernünftigen Dehn- und Lockerungsprogramm vor dem Warmlaufen noch etwas verbessern. Aktuell versuche ich aber eher, das ganze mental im Training in den Griff zu bekommen (z.B. nur kurzes Einspielen und dann gleich ein Dreisatzmatch im Training ev. um ein Bier oder so, dann erst Systemtraining...). Habe eigentlich auch nicht so ein Problem damit, auf den Fussballen mit angewinkelten Knien rumzustehen oder zu laufen (ausser in der von Dir beschriebenen Situation, d.h. wenn der Gegner viel Druck machen kann und ich viel zu nah am Tisch stehe).

Dass sich die Spieler oft hölzern bewegen und falsch zum Ball stehen liegt sicher häufig daran, dass ihnen ca. eine Million (oder eher mehr) gespielte Bälle fehlen, bei denen die Antizipation, die Koordination (Laufarbeit und Schlag) automatisch geschult wurden. Nebst der Tatsache, die Du auch erwähnst, dass die Laufarbeit nie richtig erlernt wurde (gilt natürlich partiell auch für mich).

Dass Du durch die Konzentration auf die Beinarbeit deutlich weniger Fehler machst ist sehr gut. Achte mal darauf, vielleicht ist es einfach auch die verbesserte Antizipation, die Dich besser laufen lässt (Du stehst schon fast dort, wo der Gegner den Ball als nächstes hinspielen wird und kannst die Flugkurve des effektiv gespielten Balles recht schnell einschätzen, so dass bei der eigentlichen Schlagausführung keine hölzern wirkenden Korrekturen mehr notwendig sind). Ich denke, das Lauftraining muss der Tatsache, dass die gute Laufarbeit auch mit dem Auge und dem Spielverständnis zu tun hat, Rechnung tragen. Also sind einfache regelmässige Uebungen zum Lauftraining durch mindestens halboffene zu ergänzen, wo das Laufen mit dem raschen Erfassen der Situation zu tun hat.

Es ist bei uns sicher auch so, dass für viele unterklassige Spieler das TT-Spiel eben eher ein Spiel als ein Sport ist. Es gibt kein Warmlaufen vor Trainings und Punktspielen, und nach wenigen Bällen packt man schon den Lieblingsknaller aus. Es wundert mich manchmal, dass es nicht viel mehr Zerrungen und sogar schwerere Verletzungen gibt. Kein Wunder, dass der Motor kaum anläuft und die Bewegungen insgesamt hölzern wirken. Ich kann das aber problemlos akzeptieren, da das Clubtraining für viele ja auch eher eine Art Sozialanlass als eine sportliche Angelegenheit ist, und der Ehrgeiz dieser Spieler in etwa mit ihrem Aktivitätslevel übereinstimmt.
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