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Alt 04.03.2004, 21:38
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martinspin ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
Re: Schwankungen bezüglich Sicherheitsspiel und Risikospiel

@Taugenichts
Wundere mich auch schon langsam, dass von den vielen aktiven TT-Spielern im OTTV, es sehr wenige "Freaks" gibt, die an einem Austausch über das Forum interessiert sind. Persönlich habe ich das Gefühl, dass mich die verschiedenen Meinungen eher inspirieren (Selbst wenn's immer von den gleichen Typen ist) und der Austausch motivierend wirkt. Ist vielleicht auch einfacher, da ich eh schon motiviert bin. Ich schaffe es einfach nicht in meiner Freizeit halbe Sachen zu machen. Den sportlichen Aspekt des TT-Spiels zu pflegen, bedeutet ja nicht, weniger Spass zu haben. Ich glaube, letztlich macht es mehr Spass, wenn auch von der sportlichen Seite her, Fortschritte erzielt werden können.
Habe gerade eine Match analysiert von der Mannschafts-WM, nämlich Zoli gegen die Nr. 1 von Hongkong. Habe mal einfach so die Quote von fehlerfreien Bällen und fehlerhaften Bällen ausgerechnet. Bei den Sätzen die Zoli gewonnen hat, war die Quote aller fehlerfrei gespielten Bällen zwischen 80% und 90%. Wenn ich mir das überlege und mit dem Amateurniveau vergleiche, ist das doch ein beträchtlicher Unterschied. Auf der andern Seite kann doch ein Amateur gegen einen ähnlich starken Gegner doch auch eine solche Quote anstreben. d.h. von 10 gespielten Bällen sollten sicher 8 auf der gegnerischen Tischhälfte landen und alles darunter ist einfach zu wenig auf lange Sicht.
Jetzt komme ich wieder zum Punkt zurück, wo ich mich frage, woher die Fehler eigentlich rühren.
Vom Unterricht her weiss ich, dass Fehler beim Spiel nach Noten immer was mit der visuellen Wahrnehmung zu tun haben. Entweder die Noten (Gegner) werden zu ungenau gelesen oder es wird zu wenig auf die Tasten (der herannahende Ball) geschaut. Der Wechsel zwischen den beiden Ebenen ist sicher auch noch eine weitere Schwierigkeit.
Auf das TT übertragen müsste also das Augenmerk sowohl auf die Schlägerbewegung des Gegners (Fördert die Antizipation), die Flugkurve und auf den herannahenden Ball (Fördert das Ballgefühl) geachtet werden. Häufig mache ich Fehler, weil ich zu wenig auf den Schläger des Gegners achte und zu wenig die Plazierung und den Schnitt erkennen kann.
Wieso gibt es da nicht konkrete Modelle in der TT-Literatur, die einem solche Dinge näher legen. Ist das einfach Know-How der Profis oder geht das für den Amateur zu weit oder interessiert sich sowieso "kein Schwein" für solche Überlegungen.
Auf jeden Fall, werde ich den Punkt der visuellen Wahrnehmung bei mir wohl oder übel vertiefen müssen, wenn ich meine Fehlerquote weiter senken möchte.
Gruss
martinspin
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Geändert von martinspin (05.03.2004 um 07:25 Uhr)
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