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Alt 16.03.2014, 14:53
Gallifax Gallifax ist offline
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Gallifax befindet sich auf einem aufstrebenden Ast (Renommeepunkte mindestens +40)
AW: Eklatante Spinempfindlichkeit / Aufschlagannahmeschwäche

Ok also erstmal ist zu bemerken das das Lesen der gegnerischen Aufschläge das schwerste im TT ist. Zumindest wenn man so die meisten guten Trainer befragt.

Gibt verschiene Möglichkeiten das zu verbessern bzw. alternativ damit umzugehen wenn es nicht direkt zu erkennen ist.


Entscheidend ist wirklich den Schläger/Ballkontakt genau zu beobachten, nicht die Bewegung davor oder danach, ganz speziell bei high toss As auch nur auf den Schläger schaun. Am Anfang kann man schon bewußt drüber nachdenken was das nun für Schnitt wer und im Zweifelsfall Holz nur hinhalten und schaun wo der Ball bei dem Kontakt hinsprang. Später dauert das zu lange aber wenn man genug Situationen gesehen hat wird es ja eh unbewußt richtig abgerufen.

Hinweise liefert bei verschienden AS auch der Ellenbogen, ob er oben ist (normalerweise bei AS mit Seitschnitt bei Pendulum serve) oder hoch geht während des Kontakts(OS). Ein Teil der Schlagenergie geht in Vorwärtsbewegung, ein Teil in Rotationsenergie, je langsamer der As desto mehr kann mann bei starker Schlagbewegung davon ausgehen das der Großteil der Energie in Rotation gegangen ist.

Aber wie gesagt das wichtigste ist wirklich alles vor und nach Ballkontakt auszublenden ist eine Konzentrationsfrage. Möglicherweise liegt da auch Deine Schwäche. Hast Du eine gute Konzentration am Tische, bist ruhig und schwatzt nicht viel während der Ballwechsel?

Wenn Du Dir nicht sicher was drin ist: Us fliegt mehr in gerader Linie und verlangsamt nach auftreffen auf dem Tisch, OS hat halt einen Bogen und der Ball beschleunigt nach dem Auftreffen auf dem Tisch, Seitschnitt macht halt eine seitlich gebogene Flugkurve, bist nicht sicher ob OS oder SS dann spiel generell nen TS, bei SS wird wenn Du genug OS spielst der SS weitestgehen negiert. Den Spin an der Flugbahn erkennen dauert natürlich ein wenig länger, ist ein taktischer Nachteil, besonders ab einem höherem Nivaeu.

Ansonsten die As später annehmen hilft um den Spin bischen austrudeln zu lassen und mehr Zeit zum lesen zu haben.

Wichtig ist auch ein sehr lockerer Griff(man könnte das Holz bei RS aus der Hand ziehen) , dadurch greift gegnerischer Spin nicht so am eigenen Holz. Viel halten da viel zu verkrampft fest. Probiers aus. Du wirst den Unterschied stark spüren wenn Du mal Dein Holz wie ein Penholder hälst bei einem Problemaufschlag. Der Griff ist von natur viel lockerer, Du wirst sehen der RS wird einfacher sein.


Tja und am Ende ist halt wichtig viel RS zu spielen, spiel gegen Leute mit Problemaufschlägen die auch sionst viel Varieeren und versuch bewußt zu lesen, und hader dabei ja nicht, stört nur die Konzentration.
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