Zitat:
Wenn du das mit JA beantworten kannst, schau auf folgenden Dinge:
1. Wie steht der Schläger relativ zum Ball beim Balltreffpunkt
2. Vektor der Schlagbewegung im Balltreffpunkt
3. Räumliche Höhe des Balltreffpunkts
4. Akustisches Feedback im Balltreffpunkt
5. Räumliche Höhe des Balles bei Netzpassage
6. Reaktion des Balls beim Auftreffen auf Tisch (besonders deiner Hälfte)
7. Falls du siehst: Ballstempel beachten
|
Das mag zwar theoretisch alles richtig sein, ist aber definitiv zu kompliziert. Ich habe zumindest noch keinen Tischtennisspieler mit Taschenrechner zur Berechnung von "Schlagverktoren" gesehen

Sowas kann eigentlich nur an einer Verkrampftheit liegen. Im Tischtennis muss man einen Teil der Arbeit dem Unterbewußten überlassen und diesem Vertrauen, ist das Vertrauen aus irgendeinem Grund weg, in dem Fall wurden schon zahlreiche Annahmen Versemmelt versucht man bewusst einzugreifen, was dann zu noch mehr Fehlern führt. Das beste ist sozusagen den Fehlerspeicher zu löschen. Und in Zukunft zu akzeptieren, dass eine Annahme auch mal daneben gehen kann. Das einzige was man bewußt machen sollte ist die Bewegung des Schlägers zum Zeitpunkt des Balltreffpunktes und einfach den Ball beobachten mehr nicht. Dabei wird das alles unterbewußt berücksichtigt was oben beschrieben ist, was aber niemals in einer halben Sekunde bewußt erfasst und in einen Schlag umgesetzt werden kann. Vielleicht kann das dann irgendwann ne Google Glass

Wenn man sich drauf einlässt weiß man teilweise sogar schon bevor der Ball den Schläger berührt, was für ein Aufschlag gespielt wird, zumindest, wenn der Gegner kein guter Aufschläger ist und seine Bewegungen nicht verschleiert.
Und selbst dann folgen die meisten gewissen Bewegungsmustern vor den verschiedenen Aufschlägen. Aber wenn man da anfängt das Bewußtsein einzuschalten funktioniert sowas nicht mehr.