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AW: Schneller Belag und langsames Holz vs. Langsamer Belag und schnelles Holz
Würde das so sehen:
Sowohl der Belag, als auch das Holz reagieren auf Eingangsimpuls (Ball) mit gewisser Verformung und haben eine spezifische Rückstellfrequenz. Beides zusammen verhält sich wie gekoppelte Schwingung mit Dämpfung. Die Ballbewegung kann man in Translation und Rotation aufteilen, dadurch ergibt sich beim Schlägerkontakt ein orthogonaler und ein tangentialer Kraftverlauf mit entsprechenden Resonanzen.
Orthogonale Resonanz sollte zur tangentialen Resonanz passen. Wenn Du z.B. einen Topsspin ziehst, sollte die Kontaktzeit genau so sein, dass sich der Belag tangential verformt (Scherung) und auch wieder zurückschnellt, und sich dann etwa gleichzeitig orthogonal löst. Wenn die Kontaktzeit so zur Scherung passt, dürfte das spinmaximierend sein. Wenn die Resonanzeigenschaften nicht zusammen passen, gibt es weniger Spin bzw. der Armzug muss angepasst werden.
Jede Materialkombination hat etwas andere Resonanzeigenschaften. Nun kommt es drauf an, ob Dir mehr an Absorbtion der Stoßenergie für langsamen Ball (bzw. wenig Rotation) oder Energieerhaltung & Reflektion für schnellen Ball (bzw. viel Rotation) gelegen ist. Was, wann und für wen besser geeignet ist, lässt sich analytisch kaum bestimmen. Muss man für sein Spiel selber herausfinden.
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