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AW: Schafft der WTTV den Spielbetrieb für Mädchen ab?
Sehr interessante, aber auch nachdenklich stimmende Diskussion.
Ich stecke selber wenig bis gar nicht in der Materie, kann aber für meinen Verein konstatieren, dass die "Damenlage" äußerst unbefriedigend ist:
Bei 10 Herren-Teams, einer Jugend- sowie jeweils zwei Schüler-A und -B-Mannschaften haben wir exakt -keine- Frauen-, Mädchen- oder Schülerinnenmannschaft.
Viel Richtiges ist hier schon gesagt worden, meiner Meinung nach fehlt aber auch eine tiefere Analyse zum Ursprung des Problems.
All die Diskussion um doppelte Spielberechtigung, Zusammenschluss und Wegfall von Ligen wäre schließlich überflüssig, wenn es schlicht genug weibliche Tischtennisspieler gäbe, um die "alten" Strukturen weiterhin mit Leben zu füllen, wie es ja mal war.
Es stellt sich doch also zwangsläufig die Frage: Warum hören so viele Frauen (jeden Alters) mit Tischtennis auf und warum kommen so wenige neu dazu?
Ich beobachte zwar, dass die Gesellschaft immer unverbindlicher zu werden wollen scheint, weswegen der persönliche Drang nach Sport lieber im 24-Stunden-Fitnesscenter befriedigt wird, als in einem Sportverein, für den man sich etwas einsetzen und sich zeitlich koordinieren muss.
Dies ist aber sicherlich nur ein Teil der Wahrheit, denn bei den Herren (auch wieder jeden Alters) scheint der Aderlass weniger stark zu sein. Genaue Zahlen wären sehr hilfreich!
Ich denke also, dass der DTTB, die Landesverbände und alle Vereine die oben gestellte Frage versuchen müssen zu beantworten, um wirklich substanziell etwas an dieser Krise zu ändern.
Beste Grüße,
Sebastian Wellner - 1. TTC Münster
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