Zitat:
Zitat von MaikS
Und sowohl du als Auch Ahmir verdrehen grade unglaublich die Grundvoraussetzungen und wollen einfach nicht auf die Definition eines Störspielers eingehen, so wie der Durchschnittsspieler sich einen Störspieler vorstellt.
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Ich denke nicht, dass die Grundvoraussetzungen verdreht werden. Die Frage ist, welche Definition ueberhaupt sinnvoll ist.
1. Definitionsmoeglichkeit:
"Ein Stoerspieler ist ein TT-Spieler, wie ihn sich ein Durchschnitts-Spieler vorstellt."
Im besten Fall erhalten wir aus dieser etwas tautologischen "Definition" so etwas wie
"Ein Stoerspieler ist ein TT-Spieler, der mit 'Material' agiert, und in KK-Manier seinen Schlaeger hauptsaechlich irgendwie passiv so in den Ball haelt, dass sein Gegner sich dadurch maximal gestoert fuehlt."
2. Definitionsmoeglichkeit:
"Ein Stoerspieler ist ein TT-Spieler, der mit 'Material' agiert und dieses moeglichst effektiv unter Zulassung aller Schlagtechniken so einsetzt, dass die Punkt- und Siegwahrscheinlichkeit maximiert wird."
Kleine Ausfuehrung:
Die erste Definition halte ich fuer Murks bzw. fuer einen Strohmann. Natuerlich kann man mit KK-Stoerspiel nicht in die Weltspitze vorruecken. Das ist genauso vermessen wie die Vorstellung, dass man mit einem KK-Topspin Bundesliga spielen koennte.
Bleibt zu fragen, ob man die Schlagarten irgendwie einschraenken kann zu "zugelassenen Stoerspiel-Schlagarten". Sind diese nur nicht-initiativ, also Aktiv-, Hinhalte- oder Hackblock? Nein. Der Druckschupf gehoert dazu, der eindeutig aktiv ist. Warum sollte dann ein Noppen-Schuss nicht erlaubt sein? Und ein Noppen-Konter und -Topspin? Stoert doch wunderbar, weil Spin und Flugkurve sich sehr von einem NI-Topspin unterscheidet.
Es bleibt also nur die
Definition 2, deren zweiter Teil vielleicht noch ein bisschen praezisiert werden kann:
"Ein Stoerspieler ist ein TT-Spieler, der mit 'Material' agiert. Er nutzt dabei gegenueber dem normalen NI-TT kontraintuitive Schlag-Ergebnisse (Spinumkehr, spinlose Topspins, ...), um mit u.U. wegen der schwierigen Beherrschbarkeit des 'Materials' grossem Risiko den Gegner zu schnellen Fehlern zu zwingen oder fuer den sicheren NI-Punktgewinn vorzubereiten. Die Distanz zum Tisch ist i.d.R. tischnah."
Mit welchen Schlaegen und welcher Taktik er das dann einsetzt, ist unerheblich. Als Invarianten der Definition kann man aber das 'Material' sehen -dieses wird auf der Stoer-Seite LN (OX oder mit Schwamm) oder GlAnti sein.
Alle genannten Beispiele passen dann IMHO zurecht wunderbar in die Definition 'Stoerspieler': Prean, Xintong, Solja, Sauer, Ahmir, Maik, Jonas, Gester, ...
Und damit sind wir genau beim Kern der Frage, wie Ahmir sie schon im Thread-Titel gestellt hat:
Spiel mit Störbelägen - wie weit vorne kann man mitspielen