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AW: Spiel mit Störbelägen - wie weit vorne kann man mitspielen
Interessante Diskussion hier. Wie weit ein Materialspieler, der am Tisch mit dem Material aktiv, aber auch passiv spielt ("blockt"), kommen kann, ist schwer zu sagen.
Was bei den jetzigen deutschen Spielern, die hier diskutiert wurden, sicherlich ausbaufähig und sehr unangenehm für den Gegner sein kann, sind die Möglichkeiten, mit dem Material bei nur kleinen Nuancen der Ausgangssposition des Schlagablaufs die Länge der Bälle zu variieren. Gerade beim Rückschlag mit der Variante kurzer und sehr langer gedrückter Return, was kaum vorauszusehen ist, kann man damit Druck auf den Gegner ausüben. Pascal Tröger, mit dem ich damals zusammenspielen durfte, hat das - unter sehr hohem Trainingsaufwand - in der 2. Liga auch gegen gute Spieler zeitweise erfolgreich praktiziert.
Wo ich jedoch ein echtes Problem im Männersport sehe, je besser das Niveau wird und je schneller und präziser die gegnerischen Angriffsschläge werden, ist beim Schnittblock mit dem Material insbesondere den Ball flach zu halten. Schon Abwehrer mit mehr Zeit haben hier teilweise extreme Schwierigkeiten. Und ein zu hoher Ball, wie viel Unterschnitt er auch hat, wird ab einem bestimmten Niveau (noch nicht Regionalliga oder 2. Liga) vom Gegner einfach verwertet. Hier muss erst noch jemand zeigen, ob im Männerbereich Konstanz in so einen Schlag zu bekommen ist.
Wo würdet Ihr übrigens das (zur zeit echt starke) Ssystem von Ruwen Filus einordnen. Klassisches Abwehrspiel ist das ja nun auf jeden Fall überhaupt nicht mehr?
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