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Alt 11.04.2014, 11:24
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AW: Wechselgerüchte 2014/2015

Ist zwar kein Gerücht mehr, aber fand den Artikel in der heutigen Sächsischen Zeitung trotzdem interessant, außerdem werden hiermit im Thread auch mal die Damen erwähnt .


Wilsdruffer Nummer eins wechselt nach Pirna
Lisa Neumann sucht eine neue Herausforderung. Mit Lok will sie in die Regionalliga. Sie ist dort nicht der einzige Neuzugang.

Die Oberliga-Saison neigt sich dem Ende zu. Als Tabellenzweiter brauchen die Tischtennisfrauen des ESV Lok Pirna in den zwei abschließenden Spielen morgen gegen Döbeln und am Sonntag in Schwarza einen Punkt. Dann hätten die Elbestädter den Relegationsplatz sicher. Über diesen könnte sich das Frauenteam für die dritthöchste deutsche Spielklasse, die Regionalliga, qualifizieren. Zum Heimspiel morgen Vormittag hat sich auch Lisa Neumann angekündigt, die Nummer eins von Sachsenligist Motor Wilsdruff. In Pirna trifft sie auf ihre zukünftigen Mitspielerinnen. Lisa Neumann verlässt ihren Heimatverein. Ab Juli schmettert sie für Lok um Punkte.

„Ich habe schon einige Zeit mit dem Gedanken gespielt, zu wechseln“, erklärt die 23-Jährige, die als Controllerin in der Bavaria-Klinik in Kreischa arbeitet. „Ich möchte sportlich weiterkommen, will mich unbedingt noch mal in der Regionalliga beweisen.“ Ihrem Wilsdruffer Klub hält sie die Treue. „Ich trete zwar künftig für meinen neuen Klub Pirna an, bleibe aber Vereinsmitglied bei Motor“, betont Lisa Neumann.
Darüber hinaus will die Stadt- und Bezirksmeisterin den Tischtennisnachwuchs an der Wilden Sau auch künftig betreuen. Daher wird Lisa Neumann unter der Woche weiter in der Kleinen Saubachtalhalle trainieren. Wilsdruff ist und bleibt ihre Heimat, erklärt die seit Jahren beste Motor-Spielerin. „Dennoch freue ich mich auf die neue Herausforderung in Pirna.“ Nur sportliche Gründe hätten sie zum Wechsel motiviert. Mit Motor war sie vor zwei Jahren aus der Oberliga abgestiegen. Ausrechnet gegen Pirna verpasste sie mit Wilsdruff im Vorjahr den Wiederaufstieg. Über Monate hatte Motor die Verbandsliga angeführt, ehe das entscheidende Duell verloren ging.
Die Enttäuschung saß tief. Lisa Neumann liebäugelte bereits mit einem Wechsel. Doch sie blieb. Zusammen mit den anderen fünf Spielerinnen des neu formierten Motor-Teams sicherte sie im März den angepeilten Klassenerhalt schon vor dem letzten Saisonspiel gegen Absteiger Hirschstein, das morgen um 14 Uhr beginnt.

Gegen das Schlusslicht der fünften Liga will Lisa Neumann ihre phänomenale Erfolgsserie fortsetzen. Nachdem sie voriges Jahr saisonübergreifend 43 von 44 Einzeln für sich entschieden und nur ein einziges Doppel verloren hatte, konnte sie dieses Jahr bislang ihre weiße Weste im Einzelwettbewerb wahren. Die Gesundheits- und Sportmanagerin gewann all ihre 43 Partien in der laufenden Sachsenligasaison, musste sich nur im Doppel einmal gegen das Spitzen-Duo von Tabellenführer Holzhausen geschlagen geben. Bei den Mitteldeutschen Meisterschaften im Februar sicherte sie sich obendrein an der Seite von Andrea Püschel (Dresden-Mitte) den Doppel-Titel, holte später Bronze im Mixed.
Bei diesem Turnier traf sie Loks Trainer Steffen Seifert. „Als mich Lisa dort gefragt hat, ob sie bei uns spielen könnte, habe ich sofort zugesagt“, erklärt Seifert. „Ich wollte sie früher schon mal dazu fragen, aber Motors Abteilungsleiter Karlheinz Ranft sagte, sie würde Wilsdruff sicher nicht verlassen.“ Dass es jetzt klappt, freut Seifert sehr. Neumann will künftig außerdem die jungen Pirnaer Asse Frieda Scherber und Julia Krieghoff unterstützen, im Spielbetrieb an der Platte besser mit Druck umzugehen.
Doch die Wilsdrufferin, die sich zunächst für zwei Jahre an Lok gebunden hat, wird nicht Pirnas neue Nummer eins sein. Denn bevor die 23-Jährige angefragt hatte, stand schon fest, dass Anna Krieghoff zu ihrem Heimatklub zurückkehrt. Die Pirnaerin spielt für Zweitligist Rapid Chemnitz, wechselt wegen ihres Studiums für garantiert ein Jahr zum ESV. „Da alle Spielerinnen von uns bleiben, sind wir richtig gut aufgestellt, könnten auch in der Regionalliga bestehen“, sagt Seifert. „Klappt der Aufstieg nicht dieses Jahr, dann im nächsten.“
Bei Motor haben sie den Fortgang ihrer Top-Spielerin akzeptiert. Auch Karlheinz Ranft sieht den Wechsel locker. „Ich habe kein Problem damit“, betont er. „Lisa ist hier nicht richtig gefordert, aus sportlicher Sicht ist dieser Schritt nachvollziehbar.“ Das Team mit Maria Bormann, Nora Kaliner und Talent Sophie Langholz werde zusammenbleiben. Ob jedoch Nachwuchsspielerin Monique Baumgart weitermacht, ist offen. Ferner hilft Lisas Mutter Ute Neumann aus. Das hat sie schon in der aktuellen Saison getan. Neue Nummer eins bei Motor wird ab 2014/15 Katrin Richter (früher Uhlmann). Diese hatte pausiert, brachte kürzlich eine Tochter zur Welt. Im Sommer will sie wieder ins Training einsteigen.
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