Zitat:
Zitat von Oink90
Meinst du mit der tangentialer Schnelligkeit den tangentialen Katapult oder den Spin??
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Die tangentiale Kraft erzeugt sowohl den Spin, als auch den tangentialen Absprung, sind daher immer beide gleich (das hab ich schon einige Male geschrieben. Eigentlich eine Trivialität, scheint aber nicht so einfach zu verstehen zu sein).
Zitat:
Zitat von Oink90
Vielleicht liegt es daran, dass der Pro XP besser zur Frequenz meines Holzes passt oder so...
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ich gehe davon aus, dass jeder Belag nur innerhalb bestimmter Scherwege ennergieeffizient ist. Wird der Scherweg zu lang, bricht die Effizienz ein. Günstige Schwerwege gehen bis zu circa der Belag-Dicke. Mal so als grober Anhaltspunkt. Ein insgesamt 4mm dicker Belag lässt sich also bis zu etwa 4mm Scherweg tangential gut spannen und kann die Energie dann wieder zurückgeben. Bei mehr Scherung verliert der aber überproportional mehr Energie.
Das liegt an der Hysterese im Kraft-Weg-Diagramm des Materials. Sowas sieht für Gummi typischer Weise so aus:
Quelle.
Da der Vega Pro viel härter ist als der LKT, musst du den Ball aber dazu mit mehr Tangentialbeschleunigung treffen, um auf die 4mm Scherung zu kommen. Also schnellerer Armzug. Der Vega Pro sollte dann deutlich mehr Spin abgeben als der LKT, der überschreitet bei solchen Beschleunigungen ja seinen günstigen Scherweg, verbrät da also Energie.
Das ist übrigens auch der Grund, warum im Profibereich eher harte Beläge gespielt werden.
Ferner muss der orthogonale Kontaktweg und daraus resultierende Kontaktzeit zu der Zeit für die Scherung passen, sonst verpufft da wiederum Energie.
Resonanz mit Deinem Holz usw. geht da in der Form ein, dass sich Kraft-Weg-Kennlinien als Überlagerung von Schwingungen (Ball, Belag, Holz) ergeben.