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Alt 09.03.2004, 13:39
JanMove JanMove ist offline
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Re: Handgelenkeinsatz als rotationsverstärkendes Element der TT-Technik

@ Martinspin

Ich bin voll einverstanden mit dem konsequent Spielen, allerdings bedeutet dies für mich was anderes. Konsequent heisst für mich, bei jedem Gegner individuell die Schwächen herausfinden und ihn dann konsequent daraufhin anspielen, d. h. die Schwäche ausgiebigst massieren. Gegen den einen Gegner können es spezielle (objektiv vielleicht sogar schlechte) Aufschläge sein, beim anderen Ballonbälle, beim dritten Rotationstopspins, beim vierten Schupfbälle, ....

Was nützt es Dir, wenn Du konsequent Aufschlag mit anschliessendem Rohr spielst und Dein Gegner Dir den Ball schneller zurück blockt als Du schauen kannst. Die Spielidee, die mir so vorschwebt erfordert allerdings, dass man selbst alle Schläge spielen kann und diese auch variabel einsetzt. Das zeichnet einen kompletten Spieler aus, und für mich verkörpert Samsonov diesen Spielertypus am perfektesten. Samsonov ist technisch vollkommen und meines Erachtens sogar kompletter als Waldner zu seinen besten Zeiten. Vom Potenzial ist Samsonov auch den Chinesen überlegen und hätte mindestens schon ein- oder zweimal Weltmeister sein müssen. Das Problem in seinem Spiel ist einfach, dass er fast schon zu perfekt ist, wodurch er verleitet wird, manchmal etwas zu passiv zu spielen. Hätte er in Paris den Offensivgeist von Courmayeur gehabt, hiesse der Weltmeister Samsonov. Da bin ich mir absolut sicher!

@ Taugenichts

Auch wenn man gemeinhin sagt, dass Boll das modernste Shakehand-Tischtennis spielt, so ist dieser Spielertypus einem Samsonov generell unterlegen. Wie Du richtig schreibst ist Bolls Spiel extrem sensitiv auf kleinste Nuancen und wenn es nicht so läuft, dann ist es sofort aus. Im Gegnsatz dazu ist es prinzipiell völlig unmöglich gegen Samsonov haushoch zu gewinnen (wenn überhaupt)! Deswegen bin ich auch ein absolutuer Fan der Samsonovschen Spielanlage und der von einem früheren Waldner.
Deiner Analyse gegen das Spiel auf lange Rückhandnoppen stimme ich übrigens voll zu. Hatte gestern mal wieder das Vergnügen gegen Horst Iffland Sen. zu spielen, der kurze Neubauer-Noppen auf der Vorhand und lange Neubauer-Noppenauf der Rückhand spielt. Halbhohe Bälle auf der Vorhandseite schiesst er ziemlich gut, und mit der Rückhand stört er ziemlich effektiv. Im ersten Satz hatte ich viel Mühe, da ich mit Unterschnitt schupfte und auf die Rückhand mit Rotationstopspins zog. Da kam der ganze Scheiss an Schnitt zurück und ich verlor (okay, er hatte auch zwei Netz- und einen Kantenball). Danach hab ich umgestellt und nur halbhoch, völlig leer in seine Rückhand geschupft. Der Ball kam halbhoch zurück, worauf es dann mit einem Powerspin bzw. Schuss bei ihm einschlug. Die nächsten drei Sätze gingen alle ganz klar an mich. Das schöne bei diesem Spiel ist nämlich, dass er mit seinen langen Noppen gar nichts dagegen machen kann. Im Prinzip müsste er die Rückhand umlaufen und versuchen, mit der Vorhand zu schiessen , wozu er vermutlich einfach schon zu alt bzw. zu langsam ist.

JanMove
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