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Zitat:
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Zitat von 14.03.2013
Der letzte einigermaßen unabhängige, nicht reaktionäre, progressive Papst, der seinerzeit etwas ins Rollen brachte und die eigene Unfehlbarkeit auch schon mal intern oder gar öffentlich in Zweifel zog, bleibt bis auf weiteres Angelo Giuseppe Roncalli alias Johannes XXIII, welcher bekanntlich selbst im Alter von 81 Jahren nicht vor Veränderungen und einschneidenden Maßnahmen im Vatikan zurückschreckte....
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....und nun am vergangenen Wochenende heilig gesprochen wurde.
Für einige Kirchenbeobachter und Vatikankenner durchaus überraschend:
http://www.katholisch.de/de/katholis...der_heilig.php
Im Vergleich zu dem in seiner Lehrmeinung erzkonservativen und wenig fortschrittlichen
Johannes Paul II war der um Ausgleich & Dialog bemühte
Johannes fast das Gegenstück.
Aktuelles Zitat dazu aus der Neuen Zürcher Zeitung:
>>Dem eifrigen Missionar Johannes Paul II, der fast pausenlos die Welt bereiste und auf geradezu heroische Weise bis zuletzt seine Parkinson-Krankheit ertrug, wird auch vorgeworfen, dass er die beim Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) eingefädelten Reformprozesse weitgehend unterband, erzkonservative katholische Organisationen begünstigte, mit einem Rekord von 1820 Selig- und Heiligsprechungen naiver Volksfrömmigkeit Vorschub leistete und, was besonders schwer wiegt, die Missbrauchsskandale sehr lange unter den Teppich zu kehren versuchte oder zumindest nicht als schweres Problem wahrnehmen wollte.
Benedikt, der Johannes Paul jahrelang als Chef der Glaubenskongregation gedient hatte, leitete nach dem Tod Wojtylas jedoch durch Aufhebung der vorgeschriebenen Wartefristen eine Heiligsprechung im Rekordtempo ein, wogegen Franziskus kaum mehr etwas einwenden konnte, wollte er nicht seinen Vorgänger, die Polen und die vielen anderen Anhänger von Johannes Paul vor den Kopf stossen.<<
Quelle:
http://www.nzz.ch/aktuell/internatio...ung-1.18291350 ..
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