Bei den aktuell stattfindenden Tischtennis-Mannschafts-Weltmeisterschaften werden
unter anderem folgende Anträge bei der Jahreshauptversammlung = Vorstandssitzung der ITTF behandelt:
- Antrag von Luxemburg:
Modifizierung der Aufschlagregeln in zwei Punkten
1. der Ball muss beim Aufschlag zukünftig 30 cm statt wie bisher 16 cm hochgeworfen werden.
=> diese Regelung käme besonders dem Rückschläger zugute, der sich dann besser auf den Aufschlag vorbereiten kann. Zudem sei es aktuell für den Schiedsrichter in der Kürze der Zeit, die der Ball fliegt, relativ schwierig zu entscheiden, ob er die 16 cm erreicht hat und der Aufschlag somit regulär war.
2. die Aufschläge sollen auch für den Schiedsrichter und dessen Assistenten nicht mehr verdeckt sein.
=> die SR + Ass. können sich nie sicher sein, ob der Rückschläger den Ball sehen konnte oder nicht.
Dies führe letztlich dazu, dass diese Entscheidung selten getroffen werde oder in einer Diskussion zwischen Spielern und Schiedsrichtern ende. Um zu vermeiden, dass viele irreguläre Aufschläge ungeahndet bleiben, sollen also auch beide Schiedsrichter den Ball während des Aufschlags sehen können. Somit wären letztlich nur noch solche Aufschläge regelkonform, die vor dem Körper des Spielers ausgeführt wurden.
- 1. Antrag von China:
Vorteile von zwei- oder mehrfarbigen Bällen sollten näher erforscht werden, damit diese womöglich irgendwann die weißen/gelben Bälle ablösen können
=> dadurch soll die Rotation des Balles besser für das Publikum und die Fernsehkameras wahrnehmbar werden, was wiederum zu einer Attraktivitätssteigerung führen könnte. Die Fernsehsender hätten durch Slow Motion-Aufnahmen die Möglichkeit, die Rotation genauer unter die Lupe zu nehmen und den Zuschauern zu vermitteln.
Die Chinesen erklärten, dass sie bereits Versuche mit einem gelb-weißen Ball durchgeführt haben (die beiden Farben wurden durch einen schwarzen Strich getrennt), der positive Reaktionen bei Zuschauern, Spielern und Schiedsrichtern hervorgerufen habe.
- 2. Antrag von China:
Zugelassene Doppelpaarungen bei Weltmeisterschaften, deren Spieler aus zwei verschiedenen Nationen stammen
=> bei World Tour-Turnieren wird dies bereits praktiziert (wurde auch schon einige Male hier im Forum als sehr positiv gesehen).
Es gäbe keine rein chinesischen Finalpaarungen mehr, was die Motivation der anderen Nationen und die Zuschauerattraktivität erhöhen könnte.
Zudem könnten sich die Spieler so aus einem viel größeren Pool an Kandidaten die perfekte Ergänzung zum eigenen Spielstil suchen und nationenübergreifend voneinander lernen.
... was sind eure Gedanken, Meinungen, Ansichten etc. dazu?
