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Re: Anfrage wg Mannschaftsmeister Weibliche Jugend
Hallo m_g,
Zu a) gebe ich dir Recht. Leider gibt es wirklich eine Reihe von Vereinen, die Jugendarbeit als lästig empfinden. Für das Scheitern der THL Jugend kann das allerdings keine Rolle gespielt haben, denn dort waren ja nicht "die Kleinen" qualifiziert, sondern eher die etablierten Vereine, die schon länger Nachwuchsarbeit betreiben. Das Phänomen "zu wenig Vereine, die Jugendarbeit betreiben" sollte sich eher auf Kreis- und maximal Bezirksebene auswirken.
Zu b) bin ich mir nicht so sicher. Es ist sehr einfach mit dem Argument "haben wir kein Geld dafür" alles Neue, Zusätzliche oder sich Verändernde abzulehnen. Ich will jetzt hier keine großen mathematischen Gleichungen aufstellen, aber ich denke, dass die Spielbetriebskosten, die für eine Saison in einer Jugendbezirksliga mit 12 Teams entstehen, wenn überhaupt, dann nur unwesentlich geringer sind als die, die in einer maximal 10er-Staffel (10 Teams wurden eh nie erreicht) Thüringenliga entstehen würden. Und wenn es schon die Kosten sind, dann glaube ich auch nicht, dass es nicht Mittel und Wege gibt, wie diese Zusatzkosten abgedeckt werden können, wenn es im schlimmsten Fall über die Eltern ist.
Dass die THL Jugend gescheitert ist lag m.E. daran, dass es weder seitens der zuständigen Verbandsgremien noch seitens der möglichen Teilnehmervereine ein echtes Interesse daran gab, da ja zusätzlicher Aufwand (nicht im Sinne von Geld, sondern im Sinne von Zeit und Einsatz) entstehen könnte. Das Traurigste daran ist, dass diejenigen, die es wirklich betrifft, nämlich die möglichen Jugendspieler der betreffenden Vereine, überhaupt nicht gefragt wurden.
Grüße
hans-claus
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