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Alt 28.05.2014, 16:19
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Zitat:
Zitat von Javaguru Beitrag anzeigen
Moin Sepp,

Ja. Man kann fast schon von Kannibalismus der Vereine untereinander sprechen, wenn sie sich gegenseitig die Spieler abwerben.

Ich habe keine Ahnung, wie praxisnah dieses Beispiel ist (glaube eher nicht annähernd), aber müsste dann nicht erst recht der TT-Verein locken? Endlich etwas, was man freiwillig aus Spaß macht?

Geht doch weiterhin mit Sperrvermerk, und dass innerhalb einer Mannschaft nach Stärke aufgestellt wird, sollte selbstverständlich sein.

Warum nicht? Ich verstehe die Aufregung nicht. Nimmt man halt neue Bälle, na und? Da könnte ich schon eher verstehen, wenn Spieler wegen Material aufhören zu spielen. Stell Dir mal vor, Butterfly entzöge dem Sriver die Zulassung. Spieler, die seit 20 oder mehr Jahren immer nur Sriver gespielt haben, bekämen da doch eine Krawatte.
Oder wenn merkwürdige Regeländerungen durch kämen wie z.B. "nur Rückhandaufschläge erlaubt" oder zweifarbige Bälle. Da könnte ich mir schon eher vorstellen, dass dann mehr Spieler kein Bock mehr haben als bei einer geringfügigen Änderung von 38 auf 40mm oder von Zelluloid auf Plastik.

Müsste man mal analysieren, welche Faktoren eine Rolle spielen könnten.
Ich glaube in Herten waren die Stadtmeisterschaften auch recht dünn besucht. Wenige Vereine, ungünstiger Termin, wenige Spielklassen,....

Warum auch nicht. Einzig fremden Neuzugängen sehe ich immer etwas skeptisch entgegen im Gegensatz zu Anfängern und Neueinsteigern oder umzugsbedingte Neuzugänge. Bei Leuten aus anderen Vereinen weiß man nie, woran man ist, wie lange sie bleiben. OK, bei manchen Namen schon. Trotzdem ist das nichts für eine Planung jenseits der nächsten Saison.

Frank:
4er-Mannschaften fände ich auch besser als 6er-Mannschaften, dann aber bitte das Werner-Scheffler-System - lieber drei Einzel.
Das hat wenig mit abwerben zu tun, wenn sich ein Verein quasi auflöst und dann die Leute zu einem Verein wechseln, zu dem sie eh schon starken Bezug haben und der intakt ist. Die Spieler kamen auf Schultendorf bzw. auch auf uns zu, weil Rentfort leider nicht mehr zu retten war.


Das mit dem vollgepackten Terminplan der Kinder hast du richtig erkannt, du hast keine Ahnung Es ist leider wirklich so wie Sepp es beschrieben hat. Und dann kann ich Kinder und auch Eltern verstehen, die froh sind, wenn mal einen Nachmittag in der Woche Ruhe ist, auch wenn Tischtennis Spaß bringt.


Das mit dem Sperrvermerk wäre natürlich eine Option, aber gerade größere Vereine bzw. Vereine mit mehreren Mannschaften kommen dann schon mal in die Bredouille, wenn einige nur noch mit Sperrvermerken spielen wollen. Leider auch nicht das Allheilmittel.


Deine Kritik an der Kritik von Sepp bzgl. den sich ständig ändernden Bedingungen im Spielbetrieb kann ich nicht nachvollziehen. Ich stimme dir zu, dass die Umstellung auf größere Bälle im Endeffekt nix verändert hat. Aber eine Änderung des Materials ist nicht ohne. Erste Testberichte belegen dies. Neben den hohen Kosten für den Verein ist es für den individuellen Spieler nicht wirklich nachvollziehbar, was das soll. Wenn die Bälle wirklich weniger Rotation annehmen, dann ist es für viele ein Problem (mich eingeschlossen, aber vor allem auch Materialspieler). Und ob man als Hobbyspieler wirklich die Zeit sich intensiv auf das neue Material einzustellen bezweifel ich auch.

Stadtmeisterschaften scheinen generell an Glanz und Glorie verloren zu haben. Bei uns in GE sind sie auch nur noch ein Trauerspiel. Ich persönlich habe ich schon lange nicht mehr teilgenommen, weil z.B. in der Herren-B-Klasse keine adäquate Konkurrenz vorhanden ist und in der A-Klasse es ist immer ein Glücksspiel ist, ob jemand aus oberen Ligen mitspielt. Da kann man dann einen Samstag/Sonntag wirklich besser verbringen. Kreismeisterschaften sind da meist viel besser besucht, weil die Konkurrenz größer und stärker ist und man sich auch für die BZM qualifizieren kann.

4er-Mannschaften wären in der Tat, zumindest auf Kreisebene, ne interessante Sache, aber bei uns würde dann z.B. die Hallenkapazität schnell gesprengt werden, wenn wir plötzlich statt 6 Mannschaften 9 hätten


Aber ich denke, dass das Grundproblem in der TT-Szene einfach Folgendes ist (aus meiner subjektiven Beobachtung der letzten Jahre): Für immer mehr Spieler ist der Sport wirklich nur noch ein Hobby, das man zwar ab und an gerne macht, aber man möchte einfach nicht mehr die Verpflichtung über eine ganze Saison eingehen, jedes WE an der Platte zu stehen. Dabei rede ich noch nicht einmal mehr davon, dass sich Sportskameraden bereit erklären, ehrenamtlich im Verein zu engagieren. Dieser Trend ist ja leider noch länger zu beobachten.

Es kommen zwar in jeder Spielergeneration die jungen Wilden hervor, aber die Generation darüber wird sehr schnell "ruhig" und erfreut sich am Wochenende lieber der Familie oder Sonstiges. Vielleicht auch eine Folge von Ganztagsschulen, steigenden Lebenserhaltungskosten weswegen beide Partner arbeiten müssen und und und. Das soll jetzt keine Gesellschaftskritik sein
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