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AW: Vorteile Kurze Noppen
Nun,
da die KN-Beläge fast genauso vielfältig sind, wie die NI-Beläge, kann man grundsätzlich nicht von "der KN" sprechen. Zu diesem Thema könnte man Bücher schreiben...(wenn man wollte).
1. Moderne KN vs. KN-Klassiker
Die Klassiker können weder vom OG noch vom Schwamm mit der Elastizität einer modernen KN mithalten. Dafür sind sie für das Konter-, Block- und Schuss-Spiel super geeignet.
Mit Erhöhung der Gummi- und Schwammelastizität kamen vor mehreren Jahren die modernen KN auf, die über deutlich verbesserte Spin- und Katapultfähigkeiten verfügen. Eine weitere Steigerung wurde nochmals über die neuesten Schwämme (Tensoren) erzielt, was jedoch zu Lasten der Haltbarkeit/Kontrolle ging und die eh schon recht geringe Störwirkung minderte.
2. Mögliche KN Strategien
Amateure verwenden eine KN oft, um eine Schwäche (z.B. Spinanfälligkeit, mangelhaftes Schnittverständnis, mieser Bock) zu mildern. Hier kommt meist eine langsame bis mittel schnelle KN z.B auf RH zum Einsatz, die wenig Spin annimmt und eine hohe Kontrolle hat (ähnlich eines Antis).
Profis (und wenige Amateure) setzten schnelle KN allerdings auch für ein Speedorientiertes Block- und Schuss-Spiel ein. Diese Spezies war nicht selten unter den asiatischen Penholder-Spielern (auch auf internationalen Spitzenrängen) vertreten. Das heutige Hochleistungs-TT mit NI-Belägen hat jedoch solche Strategien (sowie Defensiv-Strategien) im Spitzen-TT weitgehend verdrängt.
Das KN-Spiel hat sich durch die gesteigerte Materialelastizität weiter entwickelt, dennoch bleiben KN-Spieler wie alle anderen "Materialspieler" eher eine Randgruppe. Die verbesserten Spinfähigkeiten haben zumindest zu einer deutlich flexibleren und (für den Gegner) unberechenbareren Spielweise geführt. Hier geht es nicht mehr darum, Schwächen zu verdecken, sondern eigene Akzente (Schnitt-, Block, Konter- und Topspinvariationen) im Spiel einzusetzen, die den Gegner überraschen sollen. Dies erfordert aber eine gewisse Spielstärke (mit der man auch locker einen NI-Belag spielen könnte) und ein sehr gutes Stellungspiel, da eine KN-Eigenschaft definitv bleibt > man sollte stets tischnah spielen (außer KN-Abwehr). Einen effizient spielenden KN-Abwehrer würde ich schon als Spezialisten bezeichnen.
3. Eigenschaften je nach KN-Typ:
- geringe Spinempfindlichkeit
- flache Ballflugkurve
- gute Blockeigenschaften
- teilweise nennenswertes Abtauchen des Balls auf der Gegnerischen Hälfte
- gute Schusseigenschaften
- gute Kontereigenschaften
- teils stark limitierte US-Möglichkeiten
- limitierte Topspin-Optionen
- in der modernen Offensive teilweise anspruchsvoller als ein NI zu spielen
- eher tischnahes Spiel erforderlich
- Störwirkung geringer als bei einer LN, dafür bei Bedarf leichter offensiver zu spielen
- Haltbarkeit deutlich besser als bei NI, LN
- passives KN-Spiel meist wenig effizient
4. Fazit
Eine KN-Spielstrategie kann in niedrigeren Klassen mit langsamen bis mittel schnellen Klassikern recht einfach umgesetzt werden. Die Umstellung dauert jedoch schon ein Weilchen und Hilfe von Kollegen oder Trainern kann man auch nicht unbedingt erwarten, da heutige Trainer & Spieler oft kaum etwas über KN (erst recht nicht über moderne KN) wissen.
Ein modernes KN-Spiel kann mit dem neuen KN's offensiv oder defensiv (mit leichten Störeffekten) auch in höheren Klassen aufgezogen werden. Hier benötigt man aber eine hohe Eigeninitiative "um seinen Weg per Learning by Doing" zu finden. Das ist allerdings mit entsprechendem Engagement/Training bzw. einer gewissen Spielstärke/Eigenanalysefähigkeit durchaus möglich. Bei so vielen Variationsmöglichkeiten einer KN muss man eben auch selbst in der Lage sein, über die eigene Spieltechnik diese Möglichkeiten auch umzusetzen.
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NI Belag | TT-Holz mit Kunstfaser | NI Belag
Geändert von AlexM (31.05.2014 um 18:46 Uhr)
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