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Alt 25.06.2014, 12:13
pibach pibach ist offline
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Zitat von MaikS Beitrag anzeigen
Und es ist auch keine "Fehlbeobachtung" mit dem flachen Absprung. So hat Butterfly ihn damals selber angepriesen, und verweist mit dieser Eigenschaft auch heute noch darauf.
Butterfly schreibt zum Bryce Speed: "Verglichen mit den Tenergy-Belägen, die sich speziell durch ihre ausgezeichnete Spinfreudigkeit auszeichnen und insbesondere im tischnahen und rotationsreichen Spiel derzeit im Belagbereich das Maß der Dinge darstellen, eignet sich der Bryce Speed aufgrund seines flacheren Ballabsprungs, seiner höheren Grundgeschwindigkeit und seiner beeindruckenden Dynamik für Spieler, die überwiegend wie Kreanga und Maze mit harten Powerspins agieren. "

Denen scheint also durchaus bewusst zu sein, dass ein Belag mit flachem Ballabsprung nicht so viel Spin erzeugt wie einer mit hohem (siehe Tenergy).

Ähnliches wird auch über den Hexer+ geschrieben: "...verleiht dem HEXER+ einen ... angenehm flachen Ballabsprungwinkel. Folglich kann der Ball den direkten Weg zum Ziel schneller überbrücken ... (PACE PERFORMANCE)"

Leider nur die halbe Wahrheit, denn dummer Weise ist es bei flachen Bällen erst durch Spinbogen möglich, den Ball mit Tempo zu spielen - ohne Spinbogen fliegt der über die Platte. Jedenfall wird aber auch hier ein Zusammenhang aus Ballabsprung und Spin (Bogen) gezogen.

@Setz-It: das ist alles sehr viel einfacher und man muss da auch nicht wirklich was von Physik verstehen. Die Aussage aus der Rumrechnerei und den Formeln im Frosch-Artikel ist ganz simpel: 2/5 der Tangetialenergie geht immer in Ballabsprung, 3/5 in Spin. Beides ist also aneinander gekoppelt, das eine gibt es nicht ohne das andere (Actio gleich Reactio). Dabei ist es komplett egal, was das für Beläge sind, oder in welchem Bereich die gespielt werden, oder ob mit oder ohne Durchrutschen - dieser Zusammenhang aus Ballabsprung und Spin gilt immer.

Wenn man also mit einem Belag, der üblicherweise einen eher flachen Ballabsprung hat, viel Spin reinbekommt, dann hat man da offensichtlich entsprechend mehr Tangentialenegrie reingesteckt - und dann hatte der bei diesem Schlag auch entsprechend den dazugehörigen (hohen) Ballabsprung.

Darüber hinaus kann man dann diskutieren, was sich aus derlei Material-Charakteristik für bestimmte Spielweisen schlussfolgern lässt. Das ist ja auch ein komplexes und interessantes Thema.
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