Zitat:
Zitat von pibach
Ein elastisches Holz hat da zu langsame Eigenresonanz und absorbiert dann Energie und streut.
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Hab das Infinity, Testbericht
hier.
Im Verhältnis zum P700 sehr elastisch, aber trotzdem energieeffizient (=schnell). Interessant.
Insbesondere mit dem Vega Pro auf der RH bin ich da sehr zufrieden. Durch den Flex des Infinity und die verbundene etwas längere Kontaktphase kann man mit dem relativ harten Vega Pro kontrollierter eröffnen und z.B. den Flip etwas "anliften". Auch im Block sehr angenehm. Die Gegner sind auch sehr verblüfft über so viel Spin von der RH. Für mein Rückhandspiel passt diese Kombi jedenfalls sofort prima.
TG3 hatte ich eher Kontrollprobleme. Meine harten Topspins gingen so nicht, muss man länger nachführen. Mit Technikumstellung aber wohl gut. Hatte auch viele Kantentreffer. Irgendiwie stimmte das Timing noch nicht, obwohl das Infinity genau gleich schwer ist wie mein P700 (82g) und auch in der Ballance sind das keine Welten (Avalox ist vielleicht einen Tick kopflastiger).
Ich hatte ähnliche Kontollprobleme wie mit dem KSL. Nur das Infinity verkörpert das gegenteilige Konzept: der Anschlag (Deckfurnier) ist knackig, beim KSL eher weich/fluffig, dafür flext das Infinity und schnackelt dann zurück, man spürt sehr deutlich die verlängerte Kontaktphase, das KSL mach da nur Trampolin (Eindellung), bleibt aber steif.
Ich würde aber sagen, dass das Infinity noch mal längere Kontaktphase erlaubt als das KSL. Der Flex beträgt bei harten Topspins wohl schon mehrere Millimeter. Und das dürfte die Kontaktphase - mal verglichen mit dem steifen P700 - wohl etwa verdoppeln. Der Kontaktweg liegt dann irgendwo bei 1-3 cm. Genau weiß man das natürlich nicht (nur Überschlagsrechnung, siehe die Mathematik in dem
Frosch-Artikel). Flexen ist dabei wohl etwas energieeffizienter machbar als Eindellen (mehr Materialverformung -> Energieabsorbtion). Das Infinity ist jedenfalls trotz des Flex sehr durchschlagend.
Theoretisch erlaubt längere Kontaktphase etwas liften und besseren Winkel übers Netz, also temporeichere Eröffnung möglich. Auf Kosten der Präzision bei den härteren Schlägen, man muss halt die Rückschnell-Resonanz genau abgleichen vom Timing. Genau diese Effekte spürt man dann auch beim Infinity.
Beim KSL hatte ich ja den Eindruck, dass der Verlust an Präzision die Vorteile bei der Eröffnung nicht ganz ausgleicht. Ich könnte mir aber vorstellen, dass das Infinity da ein Kompromiss ist, der die "ideale Abstimmung" etwas besser trifft. Mal abwarten, was das weitere Training damit bringt.