Thema: OSP-Hölzer
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Alt 03.07.2014, 14:38
Zzangei Zzangei ist offline
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AW: OSP-Hölzer

Ok ich hab mir ein paar Worte zurecht gelegt.
Das OSP Virtuoso ist ein ziemlich gutes Holz. Dann fang ich mal an. Beläge sind Vega Pro 2.0 VH und Aurus soft 1,8 RH.


Erstmal Allgemeines:

Tempo:Das Virtuoso soll off- sein. Allerdings kenne ich einige All+ Hölzer, z.B. das Grubba und hatte noch paar andere in der Hand. Ich hatte auch schon ein off Holz in der Hand.
Beim kurz-kurz oder Allroundspiel (Block und Konter) kommt man definitv zum Ergebnis, dass es off- ist. Die Kontrolle ist gut, aber man spürt schon, dass es schneller ist als All+.
Aber im Topspin und Gegentopspin ist es nach meinem Empfinden nicht mehr Off- sondern eher schon Off. Es ist ziemlich schnell und man muss den Ball einfach richtig treffen. Während ich das Gefühl habe mit einem Grubba All+ kommt jeder Gegentopspin, ist das beim Virtuoso nicht der Fall, man muss anständig nach vorne gehen, sonst geht alles hinter die Platte. Man sollte also technisch fokussierter sein, wenn man damit Gegentopspins spielen will.

Vibration/Streuung/Präzision: Vibrationen spüre ich gar nicht, außer ich konzentriere mich extrem drauf. Man merkt also gar nix von möglicherweise störenden Vibrationen. Weiß nicht, was andere hier damit gemeint haben. Solides Schlaggefühl. Die Bälle gehen auch immer dahin, wo ich hinziele. Kann also keine Streuungen und unpräzise Bälle feststellen, die auf das Holz zurückzuführen sind.
Dabei ist das Ballgefühl sehr gut in allen Schlägen.

Wenn auf einer Skala von 1-10 ein hartes Carbonholz eine 10 ist, würde ich das V- bei 4-5 einstufen, was Flexibilität angeht. 5-schichtiges Vollholz eben. Selbiges gilt für die Härte der Oberfläche.

Der Sweetspot ist merklich größer als bei herkömmlichen Vollhölzern.

Das war jetzt alles mehr oder weniger allgemein, vll auch irrelevant, kommen wir zu den spannenden Sachen. Da kann ich mich kurz fassen.
Bei Angabe, Block, Konter gibts nicht viel zu sagen. Alles Einstellungssache. Kann nur sagen, dass das Virutoso einem die nötige Kontrolle gibt, all diese Schläge kontrolliert und präzise durchzuführen.

Bis dahin ist das Holz wie viele andere gute Vollhölzer. Was das Holz mMn aber außergewöhnlich macht, ist die Performance im Eröffnungstopspin und v.a. im Gegentopspin. Aufgrund seiner Eigenschaften sind Eröffnungstopspins wirklich einfach auszuführen. Es lässt sich auch sehr allgemein sagen, dass in diesen Schlägen der Spin höher ist als mit anderen Hölzern bei gleichen Belägen. Es macht spürbar was aus, dass dieses Holz nicht steif ist.
Beim Gegentopspin ist die Ballkontaktzeit außergewöhnlich hoch. Man spürt richtig den Ball auf dem Schläger, wie er reingeht und rausgeschleudert wird. Das Gefühl und die damit einhergehende Präzision ist sagenhaft.

Aber ich gehe davon aus, dass das bei anderen Hölzern mit ähnlichen Eigenschaften nicht anders ist. Vielleicht macht aber die Verleimungstechnik einen Unterschied aus. Alles nur vielleicht, ich weiß es nämlich nicht, wie sich ein Primo oder Korbel spielt. Ich kann nur sagen, dass es zu 80% (Allroundspiel, offensives Spiel nah am Tisch, Schuss) ein sehr gutes Holz ist, wie viele andere, wobei die Kontrolle und das Gefühl hervorgehoben werden sollte, aber v.a. beim Gegentopspin weiter weg vom Tisch (so 2-3m) ein unglaubliches Spielgefühl bietet.

Was mich an diesem Punkt brennend interessiert, ist das Virtuoso besser als ein Primo/Korbel im Gegentopspin?

Edit:

Was ich noch vergessen habe. Flipps auf normalen/viel) US trainiere ich im Moment, werde dazu aber noch nix schreiben. Flipps auf leere Bälle oder mit wenig US sind unglaublich einfach mit dieser Holz/Belags-Kombination. Gefühlvoll, kontrolliert (weil das Holz nicht so schnell ist), aber dennoch mit ordentlich Biss.

Geändert von Zzangei (03.07.2014 um 14:45 Uhr)
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