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Zitat von PlasmaLight
Räume kann und muss man sich schaffen. Und wenn man nur rumsteht und den Ball im Kreis spielt, dann bekommt man natürlich auch keine Räume. Da stehen manchmal drei Deutsche auf 5m aufeinander und schieben sich den Ball hin und her. 
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Die könnten ja auch so nah zusammen stehen, um sich gegenseitig Anspielstationen zu schaffen. Wenn der Gegner die weiteren Räume abschirmt, bleibt ja fast nix anderes übrig. Ausser natürlich auf gut Glück nach vorne bolzen und Klose viel Erfolg wünschen. Jeder Pass verschiebt die Gegnerformationen und die dann möglichen Passoptionen. Das macht man dann zur Not so lange, bis sinnvolle Optionen nach vorne entstehen. Sehe ich wirklich kein Problem drin.
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Zitat von PlasmaLight
Natürlich gibts zwei Mannschaften, aber wie auch beim TT kann man dem Gegner ja sein Spiel aufdringen. Ballkontrolle schön und gut, aber mit Angriffen den Gegner aus der Fassung bringen, hatte wohl mehr Wirkung.
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Jo, man kann den Gegner dazu bringen, mehr Raum anzubieten, indem man selbst ein Tor schießt und der Gegner sich mehr nach vorne orientieren muss. Dadurch werden die Reihen auseinandergezogen. Was könnte man sonst tun, um den Gegner dazu zu bewegen, die Räume freiwillig zu öffnen? Aber wenn man sich die erste Halbzeit des Algerien-Spiels anschaut, kann man sehen, wie dicht die 4er Abwehrkette und das Mittelfeld der Algerier zusammenstanden. Wie will man die auseinanderreissen? Permanente Flügelwechsel? Lange Pässe sind Risikopässe. Da kommt man dann halt am Besten mit schnellen Kurzpässen und viel Bewegung durch. Bewegung war zu wenig drin gegen Algerien, fand ich. Und oftmals hat die Abstimmung nicht gestimmt. Das klappt mittlerweile deutlich besser. Ist aber auch ganz normal, dass eine Mannschaft während eines solchen Turniers eine Lernkurve hat.
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Zitat von PlasmaLight
Man muss auch erst mal zu einer kommen. Und da reicht es ja schon wie gestern zum 1:0, wenn man das Spiel schnell macht und zumindest mal eine Ecke rausholt. Gestern haben sie Torchancen auch mal gut genutzt. War vorher irgendwie nicht so. Die paar, die sie hatten, haben sie leichtfertig vergeben und haben den Ball dann meist noch irgendwie ins Tor gewurschtelt.
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So leicht wie gestern hatten es die Deutschen aber auch noch nicht im Turnier, sich Chancen herauszuspielen. Die standen ja jeweils blank vor´m Tor. Wo gibt es das, dass jemand ein Eckball fast auf Rasenhöhe mit dem Fuß spielen kann? Sechs Mann bei Hummels und Klose am kurzen Pfosten. Als wollten die sich gegenseitig Baumleiter machen gegen die beiden Deutschen.
Und das Spiel schnell machen kann man auch nicht so ohne Weiteres, wenn die Anspielstationen zugestellt sind. Wie gesagt, Algerien hat das super gemacht in der ersten Halbzeit. Das wird nur leider nicht gesehen. Man geht immer davon aus, dass Deutschland gegen ein Land wie Algerien mindestens ein halbes Dutzend Tore schießen muss, um sich zumindest nicht zu blamieren.
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Zitat von PlasmaLight
Das Schlimme ist ja, dass Deutschland mit der Spielweise nicht mal eine gute Statistik hat. Zweikämpfe, Passgenauigkeit, Fehlpassquote etc. die Brasilianer hatten da die Überhand. Das Einzige, wo sie dann mal gut waren, war die Chancenverwertung. 14 Torschüsse, 7 Tore. Selbst da hatten die Brasilianer mehr Chancen. Von daher spricht die Statistik ja für sich. Lieber mal Richtung Tor gehen als im Kreis zu laufen 
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Das ist überhaupt nicht schlimm. Die Deutschen haben 30 Minuten lang Fußball gespielt und danach auf Schonprogramm geschaltet. Ist doch logisch, dass Brasilien dann mehr Spielanteile hat. Zumal die Deutschen ja auch nicht mehr richtig in die Zweikämpfe gegangen sind. Bei einer 5:0 Führung muss man nicht mehr den Fuß hinhalten und eine Verletzung riskieren. Die Statistik zu diesem Spiel hat Null Aussagekraft.