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@Walker
Na, weil Herr Rehbein viel mehr Erfahrung hat und länger dabei als fast alle anderen Manager der Zweitligaklubs. Der brauch mit Sicherheit kein Seminar ,,Wie finanziere ich die Bundesliga" vom DTTB zu besuchen.
Natürlich findet man für 30 TDM jemanden, der 2.BL vorne dick positiv spielt. Es gibt dort natürlich auch Spieler die mehr verdienen, schwächere und stärkere.
Was die Fußballklubs betrifft, hat ph Recht. Für Borussia Dortmund ist der Etat der TT-Zweitligamannschaft allerhöchstens ein Katzenschiß. Ob man damit Gewinne oder Verluste einfährt, ist völlig egal, denn dieser - im übrigen keineswegs sechsstellige - Betrag ist sowieso über. Dafür ist man in so vielen Sportarten wie möglich in den vordersten Ligen vertreten.
@alle
Die Problematik der 1. und vor allem 2. Bundesliga wird sich in Zukunft noch viel weiter verschlimmern. Ich kann mir gut vorstellen, dass wir bald NBA-Verhältnisse haben und die 2. Bundesliga ganz wegfällt und wir unter der 1. Bundesliga nur noch vier Regionalligen haben. Durch den meiner Meinung nach sowieso zwecklosen Versuch TT aus dem Schattendasein einer Randsportart zu führen, wird dieser Vorgang beschleunigt. Mit allen Mitteln wird versucht, TT fernsehwirksam und für den Laien interessant zu machen. Dem DSF wird Geld gezahlt, die Bälle werden vergrößert, der Vorhand-Aufschlag verboten - ist bereits zu 99% beschlossen - , die Zählweise geändert, das Netz erhöht. Ja und? TT wird niemals eine Fernsehsportart, weil sie für Laien einfach viel zu schwer zu kapieren ist. Wenn sich das die Funktionäre der ITTF nicht eingestehen, dann werden wir womöglich in ein paar Jahren eine Regel haben, die verbietet dem Ball in irgendeiner Form Rotation zu verpassen, weil´s der Fernsehzuschauer sonst nicht versteht.
Die paar Bundesligaklubs sind die einzigen, die von diesem Regelscheiß profitieren, weil sie 100 % der dadurch gewonnen Sponsorengelder abgreifen. Für die restlichen 99,99 % der TT-Klubs ändert sich (fast) überhaupt nichts. Ja doch, ich weiß, dass diese Gelder überhaupt den Fortbestand unserer Sportart garantieren. Auch Regeländerungen oder generelle Veränderungen sind für unsere Sportart wichtig, aber muß man es denn übertreiben?
Schon jetzt will schon kaum ein Verein mehr in der 2. Bundesliga spielen. Warum auch? Worum geht es da? Ein Spielplan, der keinem interessierten Zuschauer zumutbar ist, keine sportliche Perspektive da ein Aufstieg finanziell unmöglich ist, und absteigen kann man auch nicht, weil jedes Jahr zwei Vereine zurückziehen. Die Schere zwischen den Bundesligaklubs und den Zweit- und Regionalligavereinen ist schon sehr groß, aber sie wird noch viel größer werden.
Fußball ist Sportart Nummer eins. Da kann einfach alles passieren. Da schlägt ein Oberligist plötzlich Bayern München. Im TT kann der Tabellenletzte der 1.Bundesliga blind gegen den Tabellenführer der Zweiten Liga spielen und gewinnt - ja, ich weiß, Weitmar-Munscheid im Pokal, aber Ausnahmen bestätigen ja wohl die Regel. In Zukunft wird das aber nicht mal mehr im Traum möglich sein.
Wenn sich die Zuschauer mit ihrer Mannschaft identifizieren können und eine gewisse Nähe zu ihr da ist, dann ist die Halle voll. Nicht wenn der Ball zwei Milimeter größer ist.
Puh, ganz schön viel, was?
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